Umsätze bei Fleisch und Wurst halbiert
Rewe-Umsatz bricht wegen BSE-Krise ein

Bei Fleisch- und Wurstwaren hat die Handelskette halbierte Umsätze verzeichnen müssen. Vorstandschef Reischl plant erhebliche Umstrukturierungen.

afp KÖLN. Die Handelskette Rewe verzeichnet durch den BSE-Skandal halbierte Umsätze bei Fleisch- und Wurstwaren. Für das Unternehmen sei der Einbruch in diesem Bereich besonders bitter, weil an den Bedienungstheken die Gewinnmargen vor dem Rinderwahn noch überdurchschnittlich gewesen seien, sagte Rewe-Vorstandschef Hans Reischl dem Wirtschaftsmagazin "Capital". Discounter wie Aldi seien dagegen wahrscheinlich nicht so stark von der Krise betroffen. "Sie bieten erst gar keinen Service dieser Art an." Reischl sieht für die klassischen Supermärkte aber auch Chancen durch den BSE-Skandal. Die Verbraucher fragten dort verstärkt Bioprodukte nach, die bei den Billiganbietern nicht zu haben seien.

Umstrukturierung geplant

Reischl bekräftigte seine Absicht, erhebliche Umstrukturierungen in seinem Unternehmen vorzunehmen, damit der Handelskonzern auch künftig konkurrenzfähig bleibe. Im Einzelhandel treffe der ruinöse Preiskrieg des US-Handelsriesen Wal Mart vor allem das Rhein-Main-Gebiet hart, sagte der Rewe-Chef. Reischl wies Gerüchte zurück, Rewe plane zur Stärkung seiner Marktposition eine Fusion mit Edeka. "Noch sind die Strukturen zu unterschiedlich. Ich kann mir aber eine Zusammenarbeit mit Edeka gut vorstellen." Verlust bringende Vertriebsstrukturen wolle Rewe konsequent abstoßen. Auch bei Minimal-Standorten sei "ein umfangreiches Schließungsprogramm" vorgesehen. Bei der Drogeriesparte von Rewe seien Verkäufe nicht ausgeschlossen. Zum Rewe-Konzern gehören auch die Ketten Penny, Plus, HL, Toom und Billa (Österreich).

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