Umsätze im ersten Quartal 2002 tendeziell gefallen
Keine Nachfragebelebung für ITK-Branche

Die deutschen Unternehmen der Informations- und Telekommunikationsbranche (ITK) sind nach Angaben des Branchenverbandes Bitkom zu den Wachstumschancen in diesem Jahr weiter größtenteils pessimistisch eingestellt.

rtr MüNCHEN. "Eine nennenswerte Nachfragebelebung darf in diesem Jahr insgesamt nicht erwartet werden", fasste Bitkom-Präsident Volker Jung am Freitag in München Ergebnisse einer Umfrage unter den Verbandsmitgliedern zusammen. Zwar rechne immerhin gut jedes zweite Unternehmen mit steigenden Umsätzen. Aber nur 6,5 % erwarteten wirklich dynamische Zuwächse von mehr als zehn Prozent. 28 % der Firmen rechneten sogar mit fallenden Umsätzen in der als Wachstumsmarkt geltenden ITK-Branche. Insgesamt erwartet der Verband im laufenden Jahr ein leicht einstelliges Wachstum des deutschen ITK-Markes auf rund 140 Mrd. ?.

Damit würden die deutschen Informations- und Telekommunikationsunternehmen langsamer als der westeuropäische und der Weltmarkt wachsen, für die Bitkom im März ein Wachstum von 5,4 % beziehungsweise 6,6 % prognostiziert hatte. Für das kommende Jahr rechnet der Verband früheren Aussagen zufolge mit einem Wachstum in Deutschland von 8,6 %. In der Branche selbst werde nämlich schon verstärkt investiert, sagte Jung am Freitag. "Das ist das zuverlässigste Zeichen dafür, dass die dürren Zeiten in den meisten Sektoren allmählich zu Ende gehen."

Im ersten Quartal 2002 seien die Umsätze in der deutschen ITK-Branche tendenziell gefallen, führte Jung, gleichzeitig Vorstandsmitglied des Siemens-Konzerns, weiter aus. In vielen Unternehmen sei der Auftragsbestand abgebaut worden. Der Nachfragerückgang habe vor allem die Hersteller von Handys, PCs sowie Vermittlungssystemen betroffen.

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