Umsätze sanken um 5,1 %
Handwerk ohne goldenen Boden

Zumindest für die Beschäftigten hat das deutsche Handwerk den goldenen Boden längst verlassen. Innerhalb der vergangenen sechs Jahre wurde jeder 5. Arbeitsplatz abgebaut.

HB/dpa WIESBADEN. Zugleich gingen die Umsätze im Durchschnitt um 5,1 % zurück. Dies berichtete das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden auf der Basis eines Vergleichs vom Sommer 1996 bis Juni 2002.

Die stärksten Rückgänge stellten die Statistiker zwischen dem 2. Quartal 1996 und dem 2. Vierteljahr 2002 im Bau- und Ausbaugewerbe fest. In diesem Zweig gingen Beschäftigung um 30,6 % und die Umsätze um 20,8 % zurück. Im Bereich Nahrungsmittel war der Schwund bei den Stellen mit 10,7 % und bei den Erlösen mit 8,7 % noch relativ gering.

Umsatzzuwächse - bei gleichzeitigem Stellenabbau von 13,3 % - konnte dagegen die Sparte Elektro- und Metallgewerbe (plus 3,9 %) erzielen. Auch im Sektor Gesundheits- und Körperpflege sowie chemische Reinigung zog der Umsatz binnen sechs Jahren um 2,1 % leicht an. Dagegen wurden die Belegschaften um 16,9 % reduziert.

Absolute Zahlen über Umsatz und Beschäftigung kann das Statistische Bundesamt allerdings nicht liefern. Die genannten Daten resultierten aus einer vierteljährlichen Konjunkturstichprobe, die keine exakten Rückschluss auf die Gesamtheit zulasse. Die letzte verfügbare Angabe über die Zahl der Arbeitnehmer im Handwerk stammt aus dem Jahr 1995. Damals verdienten 6,1 Mill. Personen ihr Brot im deutschen Handwerk.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%