Umsätze steigen weiterhin: Hoher Bedarf an Elektrohausgeräten in Finnland

Umsätze steigen weiterhin
Hoher Bedarf an Elektrohausgeräten in Finnland

Der Umsatz an Elektrohausgeräten wird in Finnland auch in den nächsten Jahren steigen. Allerdings dürften die Zuwächse aufgrund geringer innovativer Impulse niedrig ausfallen. Die Haushalte sind gut ausgestattet und werden in erster Linie ihren Ersatzbedarf befriedigen. Da die inländische Fertigung zu gering ist, müssen viele Geräte aus dem Ausland importiert werden. Deutschland ist dabei drittwichtigstes Importland. Hauptsächlich wurden Waschmaschinen, Kühlschränke und Herde eingeführt.

bfai HELSINKI. Der finnische Markt für Elektrohausgeräte wird mittelfristig zulegen. Zu diesem Schluss kommt das staatliche Forschungsinstitut VTT Industrial Systems in seiner Prognose für den Zeitraum 2004 bis 2008. Das Wachstum dürfte zwischen 2% und 5% liegen. Gemäß dem Basisszenario werden die Umsätze in dem Zeitraum gleichmäßig um jährlich 5% steigen. Nach der konservativeren Vorhersage ist für die Jahre 2004 und 2005 ein Rückgang und für die Zeit 2006 bis 2008 ein Zuwachs zu erwarten, so dass im Endergebnis ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 2% festzustellen sein wird. Der Umsatz wird damit 2008 zwischen 630 Mill.. und 730 Mill. Euro liegen. 2002 lag er bei etwa 570 Mill. Euro.

Die geringen wertmäßigen Zuwächse sind VTT zufolge vor allem auf den in einigen Teilbereichen hohen Sättigungsgrad der Nachfrage und die fallenden Preise der vorhandenen Produkte bei gleichzeitig geringer Produktinnovation in diesem Segment zurückzuführen. So hatten bereits 1990 rd. 96% der Haushalte einen Staubsauger und 1998 etwa 97% einen Kühlschrank. 2001/2002 verfügten darüber hinaus 87% der Haushalte über eine Tiefkühltruhe und eine Waschmaschine und 84% über einen Mikrowellengerät. Selbst Spülmaschinen waren zu diesem Zeitpunkt in der Hälfte der vom Statistikamt Finnlands untersuchten Haushalte zu finden. Die Nachfrager tätigen somit seit einigen Jahren in den meisten Fällen nur Ersatzinvestitionen. Darüber hinaus beeinflusst die Entwicklung der Kaufkraft der Haushalte und die des Bausektors die Nachfrage.

Dem Fachverband Elektroniikan Tukkukaupiaat ry (The Association of Electronics Wholesalers) zufolge wurden 2003 rd. 987.000 große Elektrohausgeräte an den Handel geliefert. Davon entfielen etwa 288.000 auf Kühlschränke/Gefriertruhen und jeweils ca. 177.000 auf Mikrowellengeräte (+42% gegenüber 2002) und Waschmaschinen (+9%). Des Weiteren wurden rd. 111.000 Herde und Spülmaschinen (+9%) an Zwischenhändler abgegeben. Der Absatz ist vor allem auf den Austausch alter Geräte mit hohem Elektrizitätsverbrauch gegen neue stromsparende Ausrüstungen zurückzuführen.

Der Absatz kleiner Elektrohausgeräte an den Zwischenhandel belief sich nach Angaben des Fachverbandes 2003 auf etwa 2,3 Mio. Einheiten (+18% gegenüber 2002). Bei nahezu der Hälfte der Geräte handelte es sich um kleine Nahrungsmittelmaschinen (ca. 1,1 Mio. Stück, +18%). Danach folgten mit 376.000 Einheiten Kaffeemaschinen vor Staubsaugern (232.000 Einheiten, +4%) und Rasierapparaten (194.000 Geräte, +19%).

Ein Teil der Nachfrage wird durch einheimische Produkte befriedigt. Allerdings war die Fertigung in den letzten Jahren rückläufig und erreichte 2002 noch ca. 100 Mio. Euro (1997: rd. 130 Mio.). Die Firmen Helkama Forste Oy und Suomen Kotikylmiö Oy stellen Kühlschränke bzw. Kühlräume her. Saunatec Group Oy, Harvia Oy, Kastor Oy und Muko Oy produzieren elektrische Saunaöfen. Kaukora Oy, Loval Oy, Harvia Oy und Teuvan Keitintehdas Oy bieten Wasserboiler an und Allaway Oy produziert Luftbefeuchter, Zentralstaubsauger und Luftfilter/-reiniger. Andere Produkte müssen aus dem Ausland beschafft werden.

Die Einfuhren an Elektrohausgeräten waren in den letzten Jahren ständig gestiegen. 2002 beliefen sie sich VTT zufolge auf rd. 532 Mio. Euro (einschl. Teilen); das waren 38% mehr als 1999. Etwa 92% der Importe stammten aus Europa und weitere 7% kamen aus Asien. Wichtigstes Herkunftsland war Italien mit einem Lieferanteil von 23% vor Schweden und Deutschland mit Anteilen von 22% bzw. 19%. Bedeutendste Einfuhrkategorie waren 2002 Waschmaschinen mit einem Anteil von rd. 26% vor Kühlschränken (19%), Herde und Grills (9%), Ventilatoren und Gebläsen für Gebäude (8%) sowie Geschirrspülmaschinen (7%).

Ein Teil der inländischen Produkte sowie der Importwaren wird ausgeführt. Die Exporte betrugen 2002 etwa 341 Mio. Euro (einschl. Teilen). Sie flossen nahezu ausschließlich in andere europäische Länder (94%), wobei Russland mit einem Anteil von 48% der wichtigste Abnehmer war. Wichtigste Ausfuhrprodukte waren Waschmaschinen mit einem Anteil von 27% vor Kühlschränken und Gefriertruhen mit 22%.

Die wichtigsten Großhändler von Elektrohausgeräten sind VTT zufolge die Unternehmen:
AM Kodinkoneet Oy (www.upo.fi/yhtio/yhtio.html),
BSH Kodinkoneet Oy (www.siemens-kodinkoneet.com),
Oy Elektrolux Kotitalouskoneet Ab (www.electrolux-kodinkoneet.fi)
Helkama Forste Oy (www.helfo.com/IE/).

Kontaktanschriften

Elektroniikan Tukkukauppiaat ry (The Association of Electronics Wholesalers)
Mannerheimintie 76A, FIN-00250 Helsinki
Tel.: 00358/9 43 15 60, Fax: -43 15 63 02
E-Mail: pentti.karhu@elkomit.fi
Internet: www.elkomit.fi

VTT Industrial Systems (VTT Tuotteet ja Tuotanto)
Production Technology
Electronic Production Technology
P.O. Box 13071
FIN-02044 VTT
Tel.: 00358/9 4 56 56 52, -4 56 65 31, Fax: -4 56 70 42
E-Mail: kirjaamo@vtt.fi
Internet: www.vtt.fi
(H.H.)

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