Umsatz auf 2,02 Mrd. Euro gesunken
Mg Technologies steigert Quartalsergebnis trotz Umsatzminus

rtr FRANKFURT. Der Chemie- und Anlagenbaukonzern mg Technologies hat im ersten Quartal 2000/01 trotz eines geringeren Umsatzes sein Vorsteuerergebnis leicht gesteigert. Das Ergebnis vor Steuern habe auf 70,2 Mill. Euro von zuvor 68,5 Mill. Euro zugenommen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Frankfurt mit. Der Umsatz sei allerdings auf Grund von Beteiligungsverkäufen auf 2,02 Mrd. Euro von zuvor 2,11 Mrd. Euro gesunken. Für das gesamte Geschäftsjahr erwartet der Konzern, neben dem Ergebnis auch den Umsatz wieder zu steigern. Der ebenfalls veröffentlichte Überschuss für das Geschäftsjahr 1999/2000 lag über den durchschnittlichen Analysten-Prognosen. Die Aktie des Konzerns gab im Handelsverlauf dennoch nach.

"Das ist ein vielversprechender Auftakt, zumal das Vorjahresquartal durch einen Sondereffekt bei Gea stark positiv geprägt war," sagte Vorstandschef Kajo Neukirchen. Besonders erfreulich habe sich der Auftragseingang im Konzernbereich Engeneering entwicklelt. Die Konzerntochter Gea steigerte den Angaben zufolge den Ordereingang um elf Prozent auf 741 Mill. Euro. Im Großanlagenbau, der im Vorjahr noch operative Verluste von 45 Mill. Euro verbucht hatte, liege der Auftragseingang mit 194 Milionen Euro um 90 % über dem Vorjahreswert. Die Geschäftsaussichten für den Großanlagenbau hätten sich erheblich verbessert, sagte Neukirchen. Die mg-Aktie gab im Verlauf dennoch um rund 2 % 14,60 Euro nach.

Trotz schwächerer Konjunktur weitere Ergebnisverbesserung anvisiert

Im gesamten Geschäftsjahr 2000/2001 plant mg nach eigenen Angaben in allen Konzernbereichen deutliche Ergebnisverbesserungen. Das kräftigste Plus solle der Großanlagenbau erzielen. "Wir sind zuversichtlich, dass wir trotz allgemein schwächerer Konjunktur insgesamt die siebte Ergebnisverbesserung in Folge schaffen werden," sagte Neukirchen. Mg teilte am Donnerstag zudem mit, im abgelaufenen Geschäftsjahr 1999/2000 den Überschuss um 53 % auf 192 Mill. Euro erhöht zu haben. Das Ergebnis je Aktie betrage 1,03 (Vorjahr: 0,88) Euro. Analysten hatten im Schnitt mit einem Überschuss von 167 Mill. Euro und mit einem Ergebnis je Aktie von 88 Cents gerechnet. Mitte November hatte mg bereits vorläufige Umsatz- und Ergebniszahlen vorgelegt. Da der Konzern im vergangenen Jahr die Rechnungslegung auf US-GAAP umstellte, ist ein Vergleich mit den Vorjahreszahlen nur bedingt möglich.

Analysten äußerten sich über den Verlauf des ersten Quartals und den Ausblick aufs neue Gesamtjahr positiv. "Die Zahlen stimmen optimistisch und unterstützen die Annahme, dass die Verluste im Großanlagenbau ausgemerzt sind", sagte Andreas Remke, Technologie- und Engeneering-Analyst bei der Vereins und Westbank. - Auch trage die Integration der Anlagentochter Gea langsam Früchte. Der Analyst erwartet aber eine Abkühlung der Chemiekonjuktur im laufenden Jahr, die auch die mg-Tochter Dynamit Nobel betreffen werde. "Die mg ist aber in der Chemie vor allem auf Wachstumsbranchen ausgerichtet," sagte Remke.

Wie mg weiter mitteilte, hat die die Tochter Dynamit Nobel im Bereich Life Science vom französischen Pharmakonzern Sanofi-Sythelabo die Tochter Sylachim übernommen, Das Unternehmen stellt den Angaben zufolge Wirkstoffe und Medikamente her und erwirtschaftet einen Umsatz von 118 Mill. Euro. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht genannt.

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