Umsatz deutlich gesunken
Schweizer Maschinenbauer leiden unter Franken-Stärke

Der starke Franken setzt die Schweizer Maschinenbauer unter Druck. Der Umsatz des grössten Exportsektors der Schweiz sank im vergangenen Jahr um 11,7 Prozent, wie der Branchenverband Swissmem am Donnerstag mitteilte.

Reuters ZÜRICH. Die Auftragseingänge litten auch unter der schwachen Nachfrage nach Investitionsgüter und ermässigten sich 2002 um 10,2 Prozent. Die Auftragsrückgänge dürften noch einige Quartale auf die Umsätze drücken, wie es weiter hiess. Die Unsicherheit bezüglich eines möglichen Krieges im Irak hemme die Investitionsbereitschaft der Kunden zusätzlich. "Wir beobachten zunehmende Lähmungserscheinungen in Zusammenhang mit der Irak-Krise," sagte Swissmem-Direktor Thomas Daum auf der Jahresmedienkonferenz. Die Geschäftsabwicklung sei noch kurzfristiger, längerfristige Investitionen gebe es praktisch gar nicht mehr.

Selbst wenn man die politischen Risiken ausblende, rechnet Swissmem frühestens im zweiten Halbjahr 2003 mit einer langsamen Erholung der Auftragseingänge. Auch diese Erholung würde jedoch gebremst oder gar weiter hinausgeschoben, wenn der Franken auf dem heutigen hohen Niveau verharren sollte.

Für die Schweizer Maschinenindustrie, die eine Exportquote von 75 Prozent aufweist, stellt die Aufwertung des Frankens ein schweres Handicap dar. Gemäss Swissmem-Präsident Johann Schneider-Ammann dürfe der Euro zum Franken nicht unter das gegenwärtige Niveau absinken. "Alles über 1,47 Franken ist gut," so Schneider-Ammann. Fast zwei Drittel der Exporte von 54 Milliarden in 2002 gingen in europäische Länder. "Wenn der Euro auf 1,50 Franken zurückkäme, verdoppeln sich die Gewinne der Industrie über Nacht," sagte er. Die währungsbedingt wesentlich tieferen Gewinne würden dazu führen, dass die Firmen die Investitionen im ähnlichen Umfang zurückführen.

Die Exporte nach dem Hauptabsatzmarkt Deutschland gingen 2002 um 12,2 Prozent zurück. Die Exporte in die zweitwichtigste Region Asien seien um 1,9 Prozent gesunken. Die Exporte in die USA nahmen im Jahresvergleich um 2,9 Prozent ab.

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