Umsatz geht deutlich zurück
AMD und Apple schauen betrübt in die Zukunft

Wegen der schwachen Nachfrage haben der Chipproduzent und der Computerhersteller ihre Prognosen für das laufende Quartal gesenkt. Die Aktien reagierten nachbörslich mit Kursverlusten.

rtr SAN FRANCISCO. Der weltweit zweitgrößte Chipproduzent AMD und der US-Computerkonzern Apple haben wegen der anhaltenden Nachfrageschwäche ihre Geschäftsprognosen für das laufende Quartal gesenkt. AMD erwarte für das zweite Quartal einen deutlich geringeren Umsatz als bislang prognostiziert, teilte der Hauptkonkurrent des Branchenprimus Intel am Dienstag nach Börsenschluss mit. Zudem sei voraussichtlich ein bedeutender operativer Verlust zu erwarten. Wegen der anhaltenden Nachfrageschwäche bei Verbrauchern und Unternehmen senkte Apple seine Umsatz- und Gewinnprognose.

AMD teilte mit, der Umsatz im zweiten Quartal werde voraussichtlich 620 bis 700 Mill. betragen. Die vorherige Prognose lag bei 820 bis 900 Mill. Dollar. Als Grund nannte AMD die gegenwärtige Schwäche am PC-Markt. Besonders das Prozessor-Geschäft in Nord-Amerika und Europa sei derzeit schwach. "Wie wir in vergangenen Erklärungen einer Zahl anderer Unternehmen gesehen haben, gibt es eine breite Schwäche auf dem PC-Markt und dies beeinflusst nachhaltig AMD", erklärte AMD-Finanzchef Robert Rivet. Dan Scovel, Analyst bei Needham & Co, sagte, AMD werde offensichtlich künftig getroffen und zu dem Pessimismus hinzugezogen, der überall in der PC-Branche herrsche.

Von Thomson First Call befragte Analysten erwarteten zuletzt für das zweite Quartal einen Verlust von 0,09 Dollar je AMD-Aktie. Die Aktien hatten den Handel zuvor mit einem Minus von 4,63 % bei 10,30 Dollar verlassen. Auf der elektronischen Handelsplattform Instinet gaben sie nachbörslich auf 8,50 Dollar nach.

Apple erwartet jetzt für das dritte Vierteljahr bis Ende Juni einen Gewinn je Aktie (verwässert) von acht bis zehn Cent, verglichen mit früheren Prognosen von elf Cent oder höher, wie der Konzern im kalifornischen Cupertino nachbörslich mitteilte. Der Umsatz werde im Quartal bei 1,4 bis 1,45 Mrd. Dollar liegen. Zuvor hatte Apple 1,6 Mrd. Dollar erwartet. Als Grund für die gesenkten Prognosen nannte Apple vor allem die schwachen Märkte im Bereich Werbung und Medien.

Der Hersteller von "Macintosh"-Computern teilte weiter mit, der Umsatz habe sich im laufenden Quartal abgeschwächt und sei besonders schwach in Europa und Japan. "Wie andere in unserer Branche nehmen wir einen Rückgang der Umsätze in diesem Quartal war", erklärte Konzernchef Steve Jobs. Brian Eisenbarth, ein führender Portfolio-Manager bei Davidson Investment Advisors, bezeichnete Apples Warnung als schlechtes Signal für den gesamten PC-Markt.

Apple-Aktien gaben nachbörslich auf Instinet deutlich auf 18,13 Dollar nach von 20,15 Dollar bei Börsenschluss.

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