Umsatz geht zurück
Sixt fährt mit Luxusschlitten zu mehr Gewinn

Deutschlands größter Autovermieter hat seinen Vorsteuergewinn im Halbjahr um knapp 30 Prozent gesteigert. Analysten sehen auch die weitere Entwicklung bei Sixt zuversichtlich.

HB/vwd MÜNCHEN. Deutschlands größter Autovermieter Sixt hat im ersten Halbjahr trotz eines Umsatzrückgangs seinen Vorsteuergewinn um fast 30 Prozent gesteigert.

Das Konzernergebnis vor Steuern sei in den ersten sechs Monaten 2002 um 26,7 Prozent auf 16,3 (Vorjahr: 12,9) Millionen Euro gestiegen, teilte das im MDax gelistete Unternehmen am Dienstag mit. Der Umsatz sei allerdings um 8,7 Prozent auf 1,12 (1,23) Milliarden Euro gesunken.

Der Vorstand sehe sich durch diese Entwicklung bestätigt, sich zunehmend auf das margenstarke Geschäft zu konzentrieren, hieß es. Insofern sei die Flotte der Mietfahrzeuge im ersten Halbjahr um 15 Prozent auf 44 600 Autos gesunken. Sixt bestätigte die Prognose, wonach der Gewinn vor Steuern im Gesamtjahr bei einem stagnierenden Umsatz um 15 Prozent steigen soll.

Analysten zuversichtlich

Analysten sehen die weitere Entwicklung bei Sixt zuversichtlich. Ernst Scheerer von Dresdner Kleinwort Wasserstein hat den Wert auf "kaufen" gesetzt und begründet dies unter anderem mit der Dividendenrendite von 6,1 Prozent bei Stammaktien und von 7,1 Prozent bei Vorzugsaktien.

Der Autovermieter habe das margenschwache Geschäft im Vergleich zum Vorjahr reduziert und seine Fahrzeugflotte im Premiumbereich (Daimler - und BMW-Fahrzeuge) auf 46 Prozent von bislang 36 Prozent erhöht. In diesem Segment sei ein höheres Preisniveau mit besseren Margen zu erzielen. Außerdem seien hier margenschwache Billigangebote ausgeschlossen. Zudem profitiere Sixt von den Insolvenzverfahren seiner Wettbewerber National, Budget und Alamo. Diese Anbieter seien zwar noch vorhanden, aber keiner der Autohersteller werde ihnen neue Fahrzeuge zur Verfügung stellen, meint Scheerer.

Auch für das Gesamtjahr zeigt sich Scheerer zuversichtlich. Die vom Unternehmen abgegebene Prognose, das Vorsteuerergebnis im Gesamtjahr um 15 Prozent zu steigern, hält er für konservativ. Scheerer sieht sogar ein Ergebniswachstum vor Steuern um 20 Prozent auf 36 (30) Mill. Euro bei einem Umsatzrückgang von einem Prozent auf 2,3 (2,336) Mill. Euro. Das Nachsteurergebnis wird sich nach Einschätzung des Analysten um 33 Prozent auf 17,7 (13,3) Mill. Euro verbessern.

Sixt hat Interesse an Filialnetz von Budget

Am Dienstag wurde zudem bekannt, dass Sixt Interesse an dem Filialnetz des insolventen Autovermieters Budget in Europa hat. "Man könnte sagen, dass wir inzwischen Interesse haben", sagte Finanzvorstand Manfred Sturm am Dienstag in einer Telefonkonferenz. Details wollte er jedoch noch nicht nennen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%