Umsatz halbiert: TV Loonland stürzt in die roten Zahlen

Umsatz halbiert
TV Loonland stürzt in die roten Zahlen

Der Kinderfilm-Produzent TV Loonland ist im vergangenen Jahr durch hohe Abschreibungen deutlich ins Minus geraten

Reuters MÜNCHEN. Unter dem Strich sei ein Verlust von 74,5 Millionen Euro angefallen, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von neun Millionen Euro verbucht wurde, teilte TV-Loonland am späten Montagabend mit. Darin enthalten seien Abschreibungen von 81,7 (Vorjahr 15,1) Millionen Euro auf Filmvermögen und weitere 8,1 (0,7) Millionen Euro auf Firmenwerte. "Mit diesem Schritt sorgt TV-Loonland für eine konsequente Bereinigung der Bilanz, die zugleich die Grundlage für eine dauerhaft gesicherte Ertragswende bei wieder anziehender Nachfrage ist."

Vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) blieb das Unternehmen, das im März 2000 an den mittlerweile aufgelösten Neuen Markt gegangen war, mit 7,4 (30,4) Millionen Euro in den schwarzen Zahlen. In Folge der durch die Werbeflaute bedingten Kaufzurückhaltung der TV-Sender bei Lizenzen sei der Umsatz um mehr als die Hälfte auf 36,8 (77,5) Millionen Euro gefallen. Den Liquiditätsbestand im Konzern bezifferte TV-Loonland zum Jahresende auf 15,0 (Ende 2001: 18,3) Millionen Euro. Für 2003 machte die Gesellschaft keine Umsatz- oder Ergebnisprognose.

Zugleich wies TV-Loonland daraufhin, dass das Kosteneinsparprogramm, in dessen Rahmen sich die Mitarbeiterzahl um 98 auf 142 verringerte, im laufenden voll zum Tragen kommen werde.

Die TV-Loonland-Aktie notierte am Morgen mit 1,10 Euro 8,3 Prozent tiefer.

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