Umsatz hauptsächlich mit DRAM-Speicherelementen
Infineon-Umsatz von 1,45 bis 1,56 Mrd. Euro erwartet

Analysten erwarteten ein Betriebsergebnis (Ebit) zwischen minus 67 Mill. Euro und plus 4 Mill. Euro. Beim Jahresüberschuss reichen die Schätzungen von einem Verlust von 41 Mill. Euro bis zu einem Gewinn von 7 Mill. Euro.

dpa-afx FRANKFURT. Die Infineon Technologies AG wird am kommenden Dienstag für das zweite Quartal voraussichtlich einen Umsatz von 1,45 bis 1,56 Mrd. Euro ausweisen. Zu diesem Ergebnis kamen die von der Nachrichtenagentur AFX befragten Analysten.

Sie erwarteten ein Betriebsergebnis (Ebit) zwischen minus 67 Mill. Euro und plus 4 Mill. Euro. Beim Jahresüberschuss reichten die Schätzungen von einem Verlust von 41 Mill. Euro bis zu einem Gewinn von 7 Mill. Euro. Im Vorjahresquartal hatte der Chip-Hersteller bei einem Umsatz von 1,53 Mrd. Euro ein Ebit von 253 Mill. Euro und einen Gewinn von 146 Mill. Euro erwirtschaftet.

Zweifel an Prognose für DRAM-Preise

Die Analysten gingen davon aus, dass die Ergebnisse eines Unternehmens, das seinen Umsatz hauptsächlich mit DRAM-Speicherelementen macht, in einer Zeit, in der sich die DRAM-Preise am Boden befinden, deutlich geringer ausfallen dürften als im Vorjahr. Obwohl sie die Bemühungen zur Erschließung neuer Geschäftsfelder begrüßten, waren sie darüber besorgt, in welchem Ausmaß das mittelfristig umgesetzt werden könnte.

Obwohl es Anzeichen für eine Stabilisierung der DRAM-Preise gebe, waren die meisten Analysten in der Frage, ob eine tatsächliche Erholung stattfindet, skeptisch. Das Unternehmen geht davon aus, dass die DRAM-Preise in der zweiten Jahreshälfte wieder anziehen werden. Commerzbank-Analyst Peter Knox zeigte sich "sehr skeptisch", was die PC-Nachfrage betrifft. Marisa Baldo von SG Cowen erwartet weiterhin volatile DRAM-Preise. Auf der Nachfrageseite passiere nichts aufregendes, sagte Baldo.

Knox geht davon aus, dass auch das Geschäft mit Mobilfunk-Komponenten unter Druck gerät, wenn die Hersteller von Mobiltelefonen weniger Handys produzieren und Preiserhöhungen auf die Komponentenhersteller abwälzen. Mittelfristig seien die Aussichten besser, da die Einführung der GPRS-Handys anstehe. Allerdings werde GPRS erst im Geschäftsjahr 2002 des Chip-Herstellers eine Rolle spielen, sagte Ingo Frommen von der Landesbank Baden-Württemberg.

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