Umsatz jedoch rückläufig
Plettac erwartet 2002 ausgeglichenes Ergebnis

Der seit Jahren mit Verlusten kämpfende Bauzulieferer Plettac AG erwartet trotz der sich weiter verschlechternden inländischen Baukonjunktur, 2002 vor Steuern ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen.

Reuters PLETTENBERG. Plettac habe es geschafft, durch Restrukturierungen und Unternehmensverkäufe das operative Geschäft zu stabilisieren, sagte Vorstandschef Rolf Hengstenberg am Dienstag auf der Hauptversammlung. Der im vergangenen Jahr vereinbarte Forderungs- und Zinsverzicht der Banken habe zu einer Entspannung der Finanzlage geführt. Hengstenberg kündigte an, im Zuge weiterer Unternehmensveräußerungen werde die Zahl der Mitarbeiter weiter sinken. Dauerhaft werde Plettac in Deutschland weniger als 2000 Menschen beschäftigen.

In den ersten fünf Monaten sei der Umsatz auf Grund von Verkäufen und schwacher Baukonjunktur auf 183,4 (239,8) Mill. ? zurückgegangen, hieß es weiter. Der Verlust im gewöhnlichen Geschäft verringerte sich nach den Angaben durch die Entschuldung und den aktuellen Zinsverzicht der Banken auf 4,7 (minus 13,0) Mill. ?. Die aktuelle Zahl der Mitarbeiter bezifferte Hengstenberg mit 3873 nach 4614 vor Jahresfrist.

2001 hatte Plettac bei einem Umsatz von 590,6 (644,2) Mill. ? einen Überschuss von 53,8 (minus 55,6) Mill. ? erwirtschaftet. Einem außerordentlichen Ertrag von 152,8 Mill. ?, von dem 140,8 Mill. ? auf Verzichte der Gläubigerbanken entfielen, stand ein außerordentlicher Ertrag von 72,0 Mill. ? für weitere Risikovorsorge gegenüber. Im August vergangenen Jahres hatte Plettac nur mit Hilfe der Banken eine Pleite abwenden können. Gerüstbau und Gerüstdienstleistungen sollen nach dem Verkauf aller übrigen Unternehmensteile einziges Standbein des Unternehmens sein.

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