Umsatz klettert auf 190,2 Millionen Euro
Verlust trotz Rekordzahlen bei der Direkt Anlage Bank

Die Direkt Anlage Bank (DAB) hat im Geschäftsjahr 2000 das stärkste Wachstum ihrer Unternehmensgeschichte erzielt. Im ersten Quartal 2001 seien weitere 45.000 Kundendepots eröffnet worden, teilte das Münchner Geldinstitut am Donnerstag mit.

ddp.vwd MÜNCHEN. Mit einer Gesamtzahl von nunmehr 463 800 Depots und einer Präsenz in sechs Ländern führe die DAB den Markt der Direktbanken in Europa an.

Allerdings sei das vergangene Jahr mit einem Verlust im Konzern von 3,9 Mill. Euro (7,6 Mill.DM) abgeschlossen worden, teilte der am Frankfurter Neuen Markt notierte Online-Broker weiter mit. Dieser Verlust gehe unter anderen auf die Gründung der DAB Schweiz, Verluste der Business Channel GmbH und auf Marketingaufwendungen zurück. Vor Steuern gebe es einen Gewinn von 5,3 Mill. Euro.

Das laufende Geschäftsjahr soll für die DAB Bank-Gruppe im Zeichen europäischer Expansion stehen. Die Konsolidierung des im September übernommenen französischen Online-Brokers Self Trade beginne bereits im ersten Quartal. Die Goodwillabschreibungen werden den Angaben zufolge 18,7 Mill. Euro pro Jahr bei einer Laufzeit von 15 Jahren betragen. Auf Basis der Aktiengesellschaft stieg der Gewinn vor Steuern im vergangenen Jahr um 594 % auf 13,7 Mill. Euro. Ohne die Marketingausgaben wuchs er sogar auf 46,3 Mill. Euro nach 7,4 Mill. Euro im Vorjahr. Der Umsatz legte gegenüber dem Vorjahr um 149 % auf 190,2 Mill. Euro auf. Der Provisionsertrag erreichte dabei 139,1 Mill. Euro. Der Zinsüberschuss belief sich auf 40,8 Mill. Euro.

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