Umsatz mit zweistelliger Rate gestiegen
dm-Drogeriemarkt baut Geschäft mit Eigenmarken aus

Im vergangenen Geschäftsjahr (zum 30.9.) verzeichnete die Nummer zwei unter den deutschen Drogeriemarkt-Ketten ein Plus von 12 % auf 2,6 Mrd. Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belaufe sich "auf einen zweistelligen Millionenbetrag" und entwickle sich damit stabil, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

DÜSSELDORF. Branchenkenner sehen den Grund für den Erfolg von dm vor allem in der Eigenmarkenstrategie. Mit 18 dm-Marken, darunter Balea für Körperpflege und Dontodent für Mundhygiene, erzielen die Karlsruher bereits 20 % ihres Umsatzes. Dieser Anteil soll ausgebaut werden. Erst im Frühjahr haben die Drogisten die Kosmetikserie "p2", die mit dem Schweizer Textilisten Palmers entwickelt wurde, in ihre 617 Läden gebracht und damit das letzte fehlende Sortiment um eine eigene Billigmarke ergänzt.

Mit der Einführung der p2-Wimperntusche und-Lippenstifte dürfte Bewegung in den Kosmetikmarkt kommen. Branchenprimus Schlecker hatte im Sommer ebenfalls dekorative Kosmetik mit eigenem Logo ("Basic") auf den Markt gebracht, im Januar nächsten Jahres will die Nummer drei, Rossmann, mit Puder, Lipgloss & Co. starten. Zahlen der Marktforschung GfK belegen, dass die Markenhersteller dadurch unter Druck geraten: Lag der Eigenmarkenanteil 2000 noch bei gut 4 %, weist GfK aktuell bereits einen Mengenanteil von 6 % aus. Insbesondere niedrigpreisige Markenartikel wie Manhattan von Dr. Scheller Cosmetics AG oder Chicogo von Coty aus Mainz könnten so in Bedrängnis geraten.

Allerdings sei das Geschäft kein Selbstgänger, sagt Petra Schäfer, in der dm-Geschäftsführung für Marketing und Beschaffung verantwortlich. "Nur wer entsprechend große Mengen abnimmt und dann auch die vielen Innovationen und verschiedenen Farben innerhalb eines Jahres anbieten kann, stellt eine attraktive Alternative für die Kundinnen dar." Der Geschäftsführer einer anderen Drogeriekette sieht sich bereits auf der sicheren Seite: "Anbieter wie Astor oder Jade müssen sich warm anziehen." Auch im Vergleich zu seinen Wettbewerbern entwickelt sich dm ausgesprochen gut. Während die Branche ihren Umsatz im ersten Halbjahr 2002 um 1 % steigerte, legte dm um 16 % zu. Die Schlecker-Märkte verloren nach GfK-Angaben leicht, bei kd und Ihr Platz sanken die Verkäufe sogar im zweistelligen Bereich. Nur Rossmann legte ebenfalls deutlich zu.

dm will seinen Expansionskurs fortsetzen und 2002/03 vierzig neue Filialen eröffnen. Der Umsatz soll um 8 % zulegen. "Wir richten uns vorsorglich auf ein geringeres Wachstum ein", heißt es bei dm.

Quelle: Handelsblatt

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