Umsatz rückläufig
Epcos verbreitet wenig Hoffnung

Epcos hat im dritten Quartal weniger Umsatz gemacht und einen Verlust verbucht. Vor allem in Deutschland ist die Nachfrage eingebrochen.

Reuters/vwd MÜNCHEN. Bei Epcos ging der Umsatz von April bis Juni im Vergleich zum Vorquartal um drei Prozent auf 329 Millionen Euro zurück. Auch der Auftragseingang blieb mit 316 Millionen Euro unter dem Wert der vorhergegangenen drei Monate zurück. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) wird sich voraussichtlich auf ein Minus von 16 Millionen Euro belaufen.

Die Nachfragebelebung der vergangenen Monate habe sich im dritten Quartal nicht fortgesetzt, begründete Epcos den Geschäftsrückgang in diesem Quartal. Vor allem in Deutschland und hier insbesondere bei der Automobilelektronik und der Telekommunikation seien die Aufträge schwach gewesen. Hinzu gekommen seien ein deutlicher Preisverfall, Währungsverluste in Höhe von sieben bis acht Millionen Euro sowie eine höher als erwartete Kostenbelastungen aus Produktionsverlagerungen.

Auch für das vierte Quartal erwartet Epcos auf Grund der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen keine bessere Entwicklung. "Unser Geschäft läuft seitwärts, Wachstumsimpulse fehlen und der Preisdruck hält an", hieß es.

Epcos wird deshalb wahrscheinlich mehr Arbeitsplätze abbauen als bislang angekündigt. Von den voraussichtlich etwa 30 Millionen Euro Restrukturierungsaufwendungen, die das vierte Quartal belasten werden, seien zwei Drittel für Personalanpassungen vorgesehen, sagte ein Unternehmenssprecher auf gegenüber der Nachrichtengentur vwd. Eine genaue Zahl zum geplanten Stellenabbau wollte er jedoch nicht nennen und verwies auf die Vorlage der endgültigen Zahlen am 31. Juli.

Epcos hatte bislang für 2002 den Abbau von insgesamt 1000 Stellen angekündigt.

Der Kurs des Technologie-Konzerns reagierte am Freitag nach Bekanntgabe der Quartalsergebnisse bei Eröffnung des Handels in Frankfurt mit einem Rückgang um 13,8 Prozent auf 22,74 Euro. Die vorläufigen Zahlen zum dritten Quartal enttäuschten ebenso wie der Ausblick auf das vierte Quartal, meinten Händler.

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