Umsatz soll 2003 zweistellig wachsen
Softwarehaus FJA plant Expansion ins Ausland

Nach Einschätzung von Firmengründer Manfred Feilmeier wird das auch so weiter gehen: "Wir werden im kommenden Jahr wieder zweistellig wachsen", sagte der Vorstandschef dem Handelsblatt.

mwb MÜNCHEN. Die Prognosen für das laufende Jahr würden eingehalten. Danach soll der Umsatz um über 20 % auf 135 Mill. Euro steigen - bei einem Gewinn vor Steuern und Zinsen von 25,4 Mill. Euro. Unter dem Strich soll ein Jahresüberschuss von rund 16 Mill. Euro übrig bleiben.

FJA profitiert davon, dass viele Versicherer für die Riester-Rente ihre Software umstellen mussten. Zusätzliches Geschäft bringt auch die Neuregelung der betrieblichen Altersversorgung. Gerade schloss FJA einen Beratervertrag mit dem deutschen Marktführer bei Lebensversicherungen, der Allianz Leben.

"FJA ist eines der wenigen Unternehmen, die sich im Softwaresektor gegen den Trend stemmen konnten", bewertet der Analyst der Hypo-Vereinsbank Stephan Weilhammer das Unternehmen grundsätzlich positiv. Die Bank erwartet, dass sich FJA auch künftig besser als der Markt entwickeln wird. Probleme könnten nach Einschätzung anderer Analysten nur dadurch aufkommen, dass viele Versicherungen in den vergangenen Monaten finanziell erheblich unter Druck geraten sind.

Künftig will FJA unabhängiger vom Inlandsgeschäft werden und den Anteil des Auslandsumsatzes von 12 % auf 30 % erhöhen. Ziel sind die angelsächsischen Länder und Osteuropa. Für die Expansion hat Feilmeier Martin Balleer als wissenschaftlichen Chefberater an Bord geholt. Der 62jährige war zuvor 27 Jahre lang im Vorstand der Gothaer Lebensversicherung und gilt als anerkannter Experte mit guten Kontakten. Mit Balleer will Feilmeier zudem neue Produkte entwickeln, unter anderem auch eine Testsoftware für die Leistungsfähigkeit von Versicherungssoftware. Darüber hinaus rechnet er damit, dass Vorgaben wie in Großbritannien, wo Pensionsfonds nur 1 % Verwaltungsaufwand haben dürfen, auch in Deutschland kommen werden.

Die FJA-Aktie wurde zuletzt vom Kursverfall der Versicherungstitel mit in die Tiefe gerissen. Das Papier ist derzeit nur noch knapp 20 Euro wert; im Mai hatte das Papier noch über dem Emissionskurs von 48 Euro notiert.

Quelle: Handelsblatt

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