Umsatz soll leicht steigen
Wacker legt schwachen Start ins Jahr hin

Der Chemiekonzern Wacker erwartet trotz eines schwachen Starts in diesem Jahr einen leichten Umsatzanstieg. "Die anhaltende Konjunkturunsicherheit und die Schwäche der Finanzmärkte lassen für die nächsten Monate weiterhin einen verhaltenen Geschäftsverlauf erwarten", sagte Geschäftsführungs-Sprecher Peter- Alexander Wacker am Dienstag in München.

HB/dpa MÜNCHEN. Im ersten Quartal sei der Umsatz wegen der schwachen Nachfrage im Halbleiter-Bereich und Währungseffekten um sechs Prozent auf 620 Mill. ? gesunken. Im zweiten Halbjahr hofft das Unternehmen auf eine Konjunkturbelebung. Dadurch soll der Konzernumsatz im Gesamtjahr leicht gesteigert werden.

Im vergangenen Jahr gelang Wacker-Chemie trotz des anhaltend schwierigen Umfelds die Rückkehr in die Gewinnzone. Der Chemiekonzern erzielte einen Gewinn nach Steuern von 20,8 Mill. ?, nachdem im Vorjahr noch ein Minus von 67 Mill. ? zu verzeichnen war. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern konnte nach dem Krisenjahr 2001 auf 140 Mill. ? verdreifacht werden. Der Umsatz ging um 5,2 % auf 2,68 Mrd. ? zurück.

Sorgenkind des Konzerns blieb der Halbleiterbereich. Hier brach das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 28 Mill. ? auf ein Minus von 18 Mill. ? ein bei einem leicht gesunkenen Umsatz von 1,02 Mrd. ?. Wenn die Halbleiter-Konjunktur im zweiten Halbjahr anspringe, rechne man mit einem "vorsichtig ausgeglichenen Ergebnis", sagte Wacker. Wacker stellt Silizium-Scheiben für die Halbleiter-Industrie und Chemikalien für die Auto-, Bau- und Textilindustrie her.

Im Rahmen des Sparkurses sank die Zahl der Mitarbeiter um 2,5 % auf 16 637 Beschäftigte. Wacker betonte, es sei überwiegend die Fluktuation genutzt worden. Obwohl im Halbleiterbereich ungenutzte Kapazitäten vorhanden sind, sei kein Stellenabbau geplant. Die Flaute werde mit Kurzarbeit und unbezahlten Freistellungen überbrückt.

Die Gesellschafterstruktur des Chemiekonzerns ist weiterhin offen. Für das vergangene Jahr war ein Verkauf der Anteile der Hoechst AG, die 49 % hält, an die Familie Wacker angekündigt worden, der 51 % gehören. Dieser Verkauf kam nicht zustande. Peter-Alexander Wacker wies Fragen zu diesem Thema zurück. "Es gibt keine Aussage, die wir heute treffen können und werden.

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