Umsatz um 11 Prozent gefallen
Technologieschwäche belastet IBM-Ergebnis

Der US-Computerkonzern IBM hat angesichts der gesunkenen Technologieausgaben erneut einen geringeren Quartalsgewinn verzeichnet und erwartet keine schnelle Verbesserung der Situation.

Reuters NEW YORK. "Die Bedingungen bleiben zu Anfang dieses Jahres schwierig, aber wir glauben, dass unser Geschäft im Laufe dieses Jahres stärker werden wird", sagte IBM-Chef Louis Gerstner am Donnerstag. Der Konzerngewinn habe im vierten Quartal netto 2,3 Mrd. $ oder 1,33 (2000: 1,48) $ je Aktie betragen. Analysten hatten im Mittel mit einem Quartalsgewinn von 1,32 $ je Aktie gerechnet. Branchenkenner äußerten sich über die vorgelegten Quartalszahlen teilweise kritisch. Im nachbörslichen Handel gaben die ABM-Aktien deutlich nach.

Der Konzernumsatz sank IBM zufolge um 11Prozent zum Vorjahresquartal auf 22,8 Mrd. $. Der Umsatz der Dienstleistungssparte gab nur um ein Prozent nach, während der Computerbereich 24 % weniger umsetzte als im Vorjahresquartal. Gerstner zufolge hatte IBM bereits Probleme durch das schwache PC- und Zuliefergeschäft an andere Computer-Hersteller erwartet. IBM habe aber die Kosten gesenkt und werde mit PCs wieder Gewinne schreiben, egal wie sich die Konjunktur entwickle, sagte Finanzchef John Joyce vor Analysten. "Wir könnten im zweiten Halbjahr 2002 zweistellig wachsen", sagte Joyce weiter.

"Der Umsatz war eindeutig schwächer als weithin erwartet", sagte Analyst Toni Sacconaghi von Sanford C. Bernstein. "Im Allgemeinen bevorzugt die Börse steigende Umsätze und nicht Kosteneinsparungen." Positiv werteten Analysten die jüngsten Zahlen aus der Dienstleistungs-Sparte. Mit Neu-Aufträgen im Wert von 15 Mrd. $ beträgt der Auftragsbestand dort nach IBM-Angaben zum Quartalsende 102 Mrd. $. "Wettbewerber würden für so einen Auftragbestand sterben", sagte Sam Albert von der Beratung Sam Albert Associates. Gerade das Dienstleistungs- und Programmier-Geschäft stabilisiert Experten zufolge die Einkünfte von IBM.

Im nachbörslichen Instinet-Handel sanken IBM-Aktien auf 114,65 $. Zuvor hatten sie in New York rund 2,1 % höher bei 119,90 $ geschlossen.

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