Umsatz um neun Prozent gesteigert
Sartorius will mit neuer Biotech-Allianz wachsen

Der Laborgerätehersteller Sartorius hat trotz Konjunkturschwäche im vergangenen Jahr sein Geschäft gesteigert und erwartet auch 2002 deutliche Umsatz- und Ergebniszuwächse. Dazu kündigte Sartorius am Mittwoch den Ausbau der erfolgreichen Biotechnologie-Sparte mit Hilfe neuer Allianzen an. Der im Vorjahr abgesagte Börsengang der Biotech Vivascience AG-Tochter soll möglicherweise noch 2002 erfolgen.

Reuters GÖTTINGEN. Im ersten Quartal 2002 steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um neun Prozent auf 110 Mill. Euro. Ausschlaggebend dafür sei ein Zuwachs von 26 % der Biotechnologie zur nunmehr umsatzstärksten Sparte gewesen, teilte Sartorius zur Bilanzpressekonferenz in Göttingen mit.

Der Strukturwandel von Sartorius mit dem Aufbau und den Zukäufen in der Biotech-Sparte habe sich schon 2001 als richtig erwiesen, sagte Vorstandschef Utz Claassen. Im Vorjahr hatte Sartorius bei einem Umsatzplus von neun Prozent auf 450 Mill. Euro sein operatives Ergebnis (Ebit) um 83 % auf 13,8 Mill. Euro gesteigert. Für das laufende Jahr rechnet Sartorius mit einem Umsatzanstieg von gut zehn Prozent auf mehr als 500 Mill. Euro.

Sartorius kündigte für den weiteren Ausbau des Bereichs Biotechnologie eine umfangreiche Kooperation mit dem Hersteller von Prozessanlagen Diessel GmbH & Co (Hildesheim) an. Die Sartorius-Tochter B.Braun Biotech International BBI werde eine Minderheitsbeteiligung an Diessel eingehen. Diessel liefert weltweit Produkte und Engineering-Leistungen im Bereich für die Pharma- und Biotechnologiebranche und hat bei einem Umsatz von 48 Mill. Euro einen Exportanteil von 60 %.

Börsengang der Tochter Vivascience weiter geplant

Auch die zweite Biotech Vivascience AG, -Tochter deren Börsengang 2001 wegen der allgemeinen Börsenflaute abgesagt worden war, soll weiter expandieren. Der Gang an die Börse sei lediglich aufgeschoben, sagte Claassen. Nach den Worten Claassens ist ein Börsengang in diesem oder nächsten Jahr wahrscheinlich.

Mittelfristig strebt Sartorius nach der Umsatzverdoppelung innerhalb von fünf Jahren bis 2005 einen Zuwachs von 45 % auf knapp 650 Mill. Euro an.. Das operative Ergebnis (Ebit) soll bis dahin noch deutlich stärker auf 69 Mill. Euro wachsen, die Kapitalrendite mittelfristig von derzeit 5,4 % auf 20 %. Der Reingewinn sei bislang nicht zufrieden stellend, räumte Claassen ein. Grund seien die erheblichen Investitionen, die sich im Vorjahr durch den Bau eines neuen Werkes auf 76,6 Mill. Euro mehr als verdoppelt hatten. Der Vorstand wird für 2001 eine Dividende lediglich auf Vorjahresniveau von 0,24 Euro je Stammaktie und 0,26 je Vorzugsaktie vorschlagen.

Die im SMax der kleineren Unternehmen notierte Sartorius-Aktie legte bis zum frühen Nachmittag in einem stabilen Gesamtmarkt um 2,3 % auf knapp 9,8 Euro zu.

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