Umsatz und Ergebnis bei BMW gesteigert
Mini mit Maxi-Absatz

Der Automobilhersteller BMW hat im ersten Quartal 2002 trotz anhaltender Flaute auf den Automobilmärkten Umsatz und Ergebnis gesteigert und die Erwartungen der Analysten übertroffen.

dpa/Reuters MÜNCHEN. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 14 Prozent auf 10,8 Milliarden Euro. Der Konzernüberschuss stieg um 3,8 Prozent auf 632 Millionen Euro. Mit den Zahlen lag BMW über den Erwartungen vieler Analysten.

Sofern sich die Konjunktur nicht unerwartet verschlechtert, geht BMW davon aus, Absatz, Umsatz und Ertrag auch im Gesamtjahr weiter zu steigern. Erstmals bestehe 2002 die Chance, mehr als eine Million Autos der Marken BMW und Mini verkaufen zu können, bekräftigte Milberg. Im vergangenen Jahr war der Absatz um gut zehn Prozent auf erstmals 905.000 Stück gestiegen. In den ersten drei Monaten hat BMW bereits 260.462 Autos abgesetzt, 17,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

7er erfüllt die Erwartungen

Mit 27.691 ausgelieferten Fahrzeugen hat vor allem der Mini überproportional zu diesem Wachstum beigetragen. Der Absatz der Marke BMW stieg im Vorjahresvergleich um fünf Prozent. Die im November neu auf den Markt gebrachte und in Deutschland wegen ihres Designs heftig umstrittene 7er- Modellreihe konnte BMW zufolge "die hohen Erwartungen" erfüllen. Zwischen Januar und März seien 11.461 Autos dieser Reihe ausgeliefert worden. Bereits in den ersten fünf Monaten übertreffe der neue 7er deutlich die Zahlen des Vorgängermodells in dieser frühen Phase des Produktlebenszyklus. BMW will von dem 7er 2002 über 49.000 Einheiten verkaufen.

Auf der Erfolgsspur blieb BMW auch mit Motorrädern. Der Umsatz sei in diesem Segment um knapp 20 Prozent auf 302 Millionen Euro gestiegen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbesserte sich in diesem Segment um 7,1 Prozent auf 30 Millionen Euro.

Im Konzern lag das Quartalsergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wegen eines Sondereffekts allerdings mit 1,011 Milliarden Euro um 1,8 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraumes. Im ersten Quartal 2001 waren Sondereinnahmen aus Grundstücksverkäufen angefallen. Bereinigt um diesen Effekt sei das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 5,9 Prozent auf 955 Millionen Euro gestiegen.

Analysten angenehm überrascht

Analysten zeigten sich vom Ausmaß der Zuwächse überrascht und bewerteten die Zahlen klar positiv. Erik Burgold von der BHF-Bank verwies darauf, dass der Umsatz im Automobilbereich stärker gestiegen sei als der Absatz, was für eine Bedeutungszunahme höhermargiger Produkte spreche.

"Der Produktmix ist deutlich besser", sagte auch Georg Stürzer von der HypoVereinsbank. Zufrieden zeigte er sich mit dem Ausblick für das laufende Jahr, mit dem BMW bisherige Äußerungen zwar bekräftigt, nicht aber konkretisiert hatte. Im Vergleich zur Konkurrenz sei BMW mit seiner Prognose bereits "relativ offensiv". "Und sie sind auf gutem Weg", fügte Stürzer hinzu.

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