Umsatz- und Ergebnisprognose angehoben
Mobilfunk-Chips freuen Texas Instruments

Der US-Technologiekonzern Texas Instruments (TI) hat seine Umsatz- und Ergebnisprognosen für das vierte Quartal 2002 angehoben. Als Grund nannte die Firma, der weltgrößte Hersteller von Chips für Handys, am Montag nach US-Börsenschluss eine größere Nachfrage nach seinen Mobilfunk-Chips.

Reuters SAN FRANCISCO. An Europas Börsen eröffneten die Aktien von Halbleiterunternehmen wie Infineon am Dienstag mit Kursgewinnen.

Der Halbleiter-Umsatz werde zum Vorquartal voraussichtlich um rund zwei Prozent sinken, statt wie zunächst erwartet um fünf Prozent, teilte das Unternehmen mit. Für den Gesamtumsatz des Unternehmens werde ein Minus von sieben Prozent zum Vorquartal erwartet, statt den zunächst prognostizierten zehn Prozent. Im dritten Quartal hatte Texas Instruments 2,25 Milliarden Dollar umgesetzt.

Auch beim Gewinn je Aktie hob TI die Prognosen für das vierte Quartal an. Nun wird mit einem Gewinn je Aktie von drei US-Cent vor Einmal-Posten gerechnet und mit einem US-Cent je Aktie nach Einmal-Posten. In beiden Fällen sieht die Firma eine Schwankungsbreite von einigen Cents nach oben und unten.

Noch im Oktober hatte Texas Instruments seinen Ausblick für das vierte Quartal gesenkt und dies mit der Flaute auf dem PC-Markt begründet. Mittlerweile blickt die Branche insgesamt etwas optimistischer auf das laufende Geschäft. Mit Hinweis auf eine allmählich wieder anziehende Nachfrage nach Computern stuften verschiedene Analysten die Aktien von Prozessor-Herstellern wie Intel und Advanced Micro Devices wieder hoch. Zudem gilt das vierte Quartal wegen der Umsätze aus dem Weihnachtsgeschäft sowohl für die Computer- als auch für die Mobilfunkbranche als traditionell stark.

Für Adam Parker, Analyst von Sanford Bernstein, kam die Prognoseerhöhung von TI nicht unerwartet. Schließlich habe der weltgrößte Handyproduzent Nokia kürzlich für das vierte Quartal einen Gewinnanstieg von 25 Prozent zum Vorquartal vorausgesagt. Im Vorfeld der für Dienstag angesetzten Analystenkonferenz erreichten die Nokia-Aktien am Montag an der Börse in Helsinki ein Sieben-Monats-Hoch.

Die Texas-Instruments-Papiere waren am Montag an der New Yorker Börse um 1,7 Prozent auf 19,77 Dollar gefallen, stiegen jedoch nach der Mitteilung im nachbörslichen Handel auf Instinet auf 20,80 Dollar. Nach Aussagen von Händlern dürfte die TI-Prognose auch die Chipwerte an den europäischen Aktienmärkten stärken. Infineon-Titel stiegen an der Frankfurter Börse um überdurchschnittliche 2,75 Prozent auf 10,84 Euro. Nokia-Titel kletterten um rund zwei Prozent auf 20,38 Euro.

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