Umsatz- und Ergebnisrückgang
Repower behält Prognosen bei

Nach einem Umsatz- und Gewinnrückgang im ersten Quartal erwartet der Windanlagenbetreiber Repower weiterhin, die Gesamtleistung im Geschäftsjahr um mehr als 50 Prozent zu steigern.

Reuters FRANKFURT/M. Die Gesamtleistung sank im ersten Quartal auf 21,6 (Vorjahr: 26,6) Millionen Euro, wie das am Neuen Markt notierte Unternehmen am Freitag mitteilte. Beim Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) rutschte Repower mit minus 3,2 Millionen Euro in die Verlustzone nach einem Vorjahresergebnis von 0,7 Millionen Euro. Der Quartalsfehlbetrag betrage 2,2 Millionen Euro nach einem Überschuss von 0,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Gestiegener Auftragsbestand führte zu höheren Personalkosten

Finanzvorstand Jens-Peter Stöhr begründete den Ergebnisrückgang im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters unter anderem mit dem deutlich gestiegenen Auftragsbestand, der zu höheren Personalkosten geführt habe. Zum 31. März verzeichnete Repower einen Auftragsbestand von 231,4 Megawatt, was einem Volumen von 188,9 Millionen Euro entspricht. Im Vorjahreszeitpunkt war der Auftragsbestand mit 35,4 Megawatt (31,7 Millionen Euro) noch deutlich geringer gewesen.

Gesamtleiszung um über 50 Prozent steigern

"Wir haben aus steuerlichen Gründen insgesamt ein sehr saisonales Geschäft", sagte Stöhr. Aufgrund von Abschreibungsregeln würden Windkraftanlagen vor allem gegen Ende des zweiten und vierten Quartals errichtet. Deshalb seien diese Quartale in den vergangenen Jahren bei Repower immer besonders stark gewesen. "Wir halten deshalb an unserem Ziel fest, im laufenden Jahr die Gesamtleistung um mehr als 50 Prozent zu steigern", sagte Stöhr. 2001 hatte die Gesamtleistung 146,7 Millionen Euro betragen. Das Ebit hatte 12,5 Prozent der Gesamtleistung betragen. Stöhr wiederholte allerdings frühere Aussagen, nach denen die Ebit-Marge in diesem Jahr unter der des vergangenen Jahres liegen werde.

Auslandsgeschäft forcieren

Insgesamt werde das Auslandsgeschäft bei Repower deutlich wachsen, sagte Stöhr weiter. Hierdurch werde man unabhängiger von den saisonalen Einflüssen des Geschäfts, die durch die deutschen Steuerregelungen bedingt seien. Im vergangenen Jahr lag der Auslandsanteil an der Gesamtleistung noch fast bei Null, sagte Stöhr. 2003 solle der Anteil 30 Prozent und 2005 über 50 Prozent betragen. Das Unternehmen erzielte 2001 rund 80 Prozent der Gesamtleistung mit dem Bau von Windkraftanlagen, 15 Prozent mit der Planung und Entwicklung von Windparks und fünf Prozent mit der Lizenzvergabe.

Repower war in diesem Jahr bislang die einzige Neuemission am Neuen Markt. Stöhr sagte hierzu, man bereue den Börsengang nicht. "Wir sind stolz, dass uns das gelungen ist." Weitere Kapitalmaßnahmen seien derzeit nicht geplant. Die Aktie von Repower war am 26. März mit einem Eröffnungskurs von 42 Euro in den Handel gegangen. Am Freitag lag sie gegenüber dem Vortagesschluss unverändert bei 36,73 Euro.

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