Umsatz- und Ergebnisziel verfehlt
Rinol entwickelt sich nicht gut

Der weltgrößte Hersteller von Industriefußböden, Rinol, leidet unter der flauen Konjunktur in Deutschland und Frankreich und wird sein Umsatz- und Ertragsziel für 2002 deshalb verfehlen.

Reuters STUTTGART. Finanzvorstand Uwe Distel sagte am Mittwoch in Stuttgart, Rinol rechne für 2002 mit einem Umsatzanstieg um drei Prozent auf rund 400 (2001: 372) Millionen Euro. Die Abwertung der im eigenen Bestand gehaltenen Aktien und Kurssicherungsverluste beim Schweizer Franken belasteten das Ergebnis vor Steuern mit 1,9 Millionen Euro. Dieses werde daher auf sieben bis acht (9,1) Millionen Euro zurückgehen. "Rinol entwickelt sich nicht gut, aber zufrieden stellend", sagte Distel.

Bisher hatte Rinol mit einem Umsatzzuwachs auf 415 Millionen und einem Vorsteuerergebnis von 10,5 Millionen Euro gerechnet. Vor allem das Geschäft in Deutschland habe die Erwartungen weit verfehlt. "Weitere strukturelle Maßnahmen sind unumgänglich", kündigte der Finanzchef an. Binnen Jahresfrist hatte Rinol bis Ende September trotz Akquisitionen bereits rund 250 von knapp 2100 Stellen weltweit abgebaut.

Vor Ende 2004 werde es keine weiteren Zukäufe mehr geben, sagte Distel. Bis dahin stehe die Integration der Akquisitionen im Vordergrund. Zuletzt hatte Rinol seinen größten europäischen Konkurrenten Silidur erworben. Licht am Ende des Tunnels in der Bauwirtschaft sei nicht erkennbar, sagte der Finanzvorstand. Für 2003 erwartet er einen Umsatzzuwachs auf 430 Millionen Euro und ein Vorsteuerergebnis von 11,7 Millionen Euro.

In den ersten neun Monaten stieg der Konzernumsatz durch die jüngsten Zukäufe um 6,2 Prozent auf 276,9 Millionen Euro. Ohne Akquisitionen wäre er um 4,1 Prozent geschrumpft, sagte Distel. Das Ergebnis vor Steuern ging um 27 Prozent auf 2,76 Millionen Euro zurück, der Konzernüberschuss lag wegen geringerer Steuern mit 2,3 Millionen Euro dagegen um 43 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Rinol-Aktie verlor bis zum Mittag 1,41 Prozent auf 3,50 Euro.

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