Umsatz- und Erlöseinbußen trotz Rekordabsatz
AMD gibt Gewinnwarnung für das zweite Quartal aus

Der US-Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) hat für sein zweites Quartal eine Gewinnwarnung ausgegeben und dies unter anderem mit anhaltendem Preisdruck auf den Märkten für PC- und Flash-Memory-Chips begründet.

Reuters SAN FRANCISCO. Das im kalifornischen Sunnyvale ansässige Unternehmen teilte am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit, es rechne nunmehr mit einem Gewinn je Aktie von drei bis fünf Cents. An der Wall Street lauteten die Prognosen zuletzt auf 20 bis 32 Cents, im Schnitt wurden 27 Cents erwartet. Im zweiten Quartal 2000 hatte AMD noch einen Gewinn je Aktie von 61 Cents erwirtschaftet. AMD ist im Markt für Mikroprozessoren einer der Hauptkonkurrenten von Branchenführer Intel.

"Erstens, war und bleibt auch weiter die Nachfrage nach Flash-Memory-Teilen schwächer als erwartet", hieß es in einer Pressemitteilung des Chipherstellers. Dazu habe der Wettbewerbsdruck auf dem Markt für PC-Prozessoren die durchschnittlichen Verkaufspreise gedrückt. AMD wird voraussichtlich seien vollständigen Quartalsbericht am 12. Juli veröffentlichen. Das zweite Quartal endete am 1. Juli.

Der Umsatz sei im Vergleich zum Auftaktquartal um rund 17 Prozent auf 985 Millionen Dollar gesunken, teilte AMD weiter mit. Zuvor war AMD nach früheren Angaben davon ausgegangen, dass der Umsatzrückgang nur zehn Prozent betragen werde. Analysten hatten im Schnitt für das zweite Quartal Erlöse von 1,02 Milliarden Dollar erwartet. Im zweiten Quartal des Vorjahres hatte AMD noch Umsätze von 1,17 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Trotz des schwachen PC-Markts und der sehr aggressiven Preispolitik von Intel, habe AMD im Quartal dennoch einen Rekordabsatz mit AMD-Athlon-Prozessoren erzielen können, hieß es weiter. Auch der Gesamtabsatz bei Mikrochips für PCs habe ein Rekordniveau erreicht.

Im ersten Quartal 2001 hatte AMD einen Gewinnrückgang von 34 Prozent verzeichnet, womit das Unternehmen aber immer noch besser abschnitt als Hauptkonkurrent Intel, dessen Gewinne im Vergleich um 82 Prozent zurückgingen. Analysten hatten daraufhin damit gerechnet, dass Intel darauf mit Preisnachlässen bei seinem Pentium-4-Chip antworten würde. Roger Kay, Analyst bei der International Data Corp, merkte dazu an, AMD könne sehr wohl Marktanteile gewonnen haben. "Aber bei niedrigeren Preisen und letztlich auch Gewinnen," fügte er hinzu.

Die AMD-Aktie war zuvor an der New Yorker Börse in einem schwächeren Gesamtmarkt mit einem Kursverlust von 3,76 Prozent auf 28,64 Dollar aus dem Handel gegangen.

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