Umsatz- und Ertragsziele erreicht
Loewe hofft nach Telekom-Verkauf wieder auf Zuwächse

Der fränkische Unterhaltungselektronik-Hersteller Loewe will nach der angestrebten Trennung von seiner verlustträchtigen Telekom-Sparte in diesem Jahr bei Umsatz und Gewinn wieder zulegen.

Reuters KRONACH. "Wir werden unsere mittelfristigen Ziele 2002 erreichen", bekräftigte Loewe-Finanzvorstand Burkhard Bamberger in einer Telefonkonferenz am Montag. Der Umsatz soll danach wie im vergangenen Jahr um acht, der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) um zehn Prozent steigen. Im abgelaufenen Jahr hatte die Produktion von Telefonen und Anrufbeantwortern das Ergebnis von Loewe mit sechs Mill. Euro belastet und den Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) auf 20 (2000: 21,9) Mill. Euro gedrückt.

Die Telekom-Sparte mit 30 Mitarbeitern soll bis zum Frühjahr verkauft oder eingestellt werden. "Wir verhandeln noch mit einem potenziellen Partner und sind zuversichtlich, ein Ergebnis zu erzielen", sagte Bamberger. Operativ hatte der Bereich 2001 bei 20 (23,9) Mill. Euro Umsatz einen Verlust von zwei Mill. Euro erwirtschaftet. Dazu kommen voraussichtlich vier Mill. Kosten für die Schließung oder den Verkauf. Ohne die zum Verkauf stehende Sparte verbesserte das in den Nebenwerteindex MDax aufgerückte Unternehmen aus Kronach sein Ebit um 17 % auf 26 Mill. Euro. Der bereinigte Umsatz stieg um zehn Prozent auf 372 (339) Mill. Euro. Das höhere Wachstum sei einem verbesserten Produktmix sowie stabilen Verkaufspreisen zu verdanken, hieß es.

Damit erreichte der Fernsehgeräte-Hersteller seine Ziele für das vergangene Jahr: Loewe-Vorstandschef Rainer Hecker hatte im Dezember einen bereinigten Umsatz von 366 Mill. Euro und ein Ebit von 26,1 Mill. Euro in Aussicht gestellt. Während das Geschäft auf dem schwachen deutschen Markt stagnierte, wurden im Ausland 23 % mehr umgesetzt. Mit 186 (151) Mill. Euro setzte Loewe erstmals die Hälfte des Konzernvolumens außerhalb Deutschlands um.

Im laufenden Jahr soll das Umsatzwachstum vor allem aus den USA kommen, wie Finanzchef Bamberger erklärte. Loewe habe dort eine eigene Vertriebsgesellschaft gegründet, arbeite aber auch mit dem Luxus-Lautsprecherhersteller Bose zusammen. 30 Mill. Euro sollen unter anderem in neue Produkte investiert werden.

Die Loewe-Aktie gab um 1,8 % auf 31,50 Euro nach. Die Berenberg Bank bekräftigte ihre Kaufempfehlung und ihr Kursziel von 36 Euro.

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