Umsatz und Gewinn brechen ein
IM Internationalmedia hofft auf bessere Zeiten

Nach einem umsatzschwachen ersten Quartal 2001 hofft der Filmfinanzierer IM International Media AG auf ein starkes zweites Halbjahr. Das fällt in der Filmbranche in der Regel besser aus, und in diesem Jahr hat der große Streik der Hollywood-Schauspieler diesen Zyklus noch verstärkt. Deshalb will IM an seinen Gesamtjahreszielen weiter festhalten.

Reuters MÜNCHEN. In den ersten drei Monaten dieses Jahres sei kein einziger Film verkauft worden, sagte eine Unternehmenssprecherin am Freitag in München. Mit Umsätzen aus der Filmfinanzierung, Zinsen, der eigenen Filmbibliothek und Gewinnbeteiligungen von 10,26 (Vorjahresquartal 36,00) Millionen Euro seien die Kosten im ersten Quartal gedeckt und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 0,29 (6,15) Millionen Euro erzielt worden. Das Ergebnis nach Steuern habe bei 0,55 (2,27) Millionen Euro gelegen. Auf dem Weg zum geplanten Jahresumsatz von 355 (Vorjahr 149,7) Millionen Euro und einem Ebit von 47 (27,5) Millionen Euro liege Internationalmedia jedoch im Plan.

Die im Blue Chip-Index Nemax 50 des Neuen Marktes notierte Aktie des Film-Projektentwicklers fiel im frühen Handel um über sieben Prozent auf 23,20 Euro.

Zurzeit wird vor allem produziert

"Auch das zweite Quartal muss nicht so viel besser werden", sagte die Sprecherin. Dann seien jedoch Gewinnbeteiligungen aus dem Filmerfolg "The Wedding Planner" mit Jennifer Lopez in der Hauptrolle zu erwarten, der weltweit bereits 80 Mill. $ an den Kinokassen eingespielt habe. Die Verkaufserlöse für "The Wedding Planner" hatte IM bereits im vierten Quartal verbucht.

Das erste Quartal 2001 sei mit neun laufenden Projekten von Produktionstätigkeit geprägt gewesen, teilte Internationalmedia weiter mit. Derzeit seien neun Filme in verschiedenen Phasen der Herstellung, die im dritten oder vierten Quartal ergebniswirksam würden. Der im Filmgeschäft übliche Saisonrhythmus mit einem Schwerpunkt im zweiten Halbjahr sei in diesem Jahr durch den drohenden Schauspielerstreik in Hollywood noch verstärkt worden.

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