Umsatz und Gewinn dürften besser ausfallen
Nestle bleibt trotz kühler Konjunktur zuversichlich

Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestle hat in den ersten neun Monaten 2002 den Umsatz um sechs Prozent auf 66,2 Milliarden Franken gesteigert.

Reuters VEVEY. Das für den Konzern wichtige interne Realwachstum erreichte vor allem wegen der Rezession in Südamerika dagegen mit 3,4 Prozent nicht mehr ganz den Wert des ersten Halbjahres als noch 3,5 Prozent erzielt worden waren, wie Nestle heute im Zwischenbericht mitteilte.

Trotz der konjunkturellen Abkühlung in einigen Teilen der Welt bleibt Nestle aber zuversichtlich. Das interne Realwachstum soll in den letzten drei Monaten des Jahres verbessert werden. Umsatz und Gewinn in Franken des ganzen Jahres dürften trotz der starken Schweizer Währung besser ausfallen als im Vorjahr. Im Jahr 2001 erzielte Nestle bei einem um vier Prozent höheren Umsatz von 84,70 Milliarden Franken einen Gewinnanstieg um 16 Prozent auf 6,68 Milliarden Franken. Analysten hatten für die ersten neun Monate mit einem Umsatz von 66,16 Milliarden Franken und einem internen Realwachstum von 3,8 Prozent gerechnet.

"Das interne Realwachstum ist etwas eine Enttäuschung", sagte Anne Alexandre, Analystin bei HSBC in London. Allerdings habe niemand erwartet, dass Nestle das selbst gesetzte, allerdings mittelfristig ausgerichtete Ziel von vier Prozent Realwachstum erreichen werde.

Nestle hatte bereits früher signalisiert, dass das Wachstumsziel in der gegenwärtigen Konjunkturlage kaum zu erreichen sei. Man sei aber auch nicht bereit, Margen zugunsten des Wachstumsziels zu opfern, hiess es.

Der starke Schweizer Franken hinterliess seine Spuren im Zwischenabschluss. Bei konstanten Wechselkursen hätte der Umsatz um 13,3 Prozent zugenommen. Ein Teil des Umsatzwachstums geht auf Übernahmen zurück; bei vergleichbaren Strukturen und konstanten Wechselkursen betrug die Wachstumsrate 4,8 Prozent.

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