Umsatz und Gewinn gesteigert
Ebay hebt Geschäftsziele an

Das Internet-Auktionshaus eBay hat im ersten Quartal 2003 seinen Gewinn mehr als verdoppelt und auch seine Geschäftsziele für das laufende Quartal und das Gesamtjahr angehoben.

Reuters PALO ALTO. Ebay-Aktien stiegen im nachbörslichen Handel um mehr als drei Prozent auf den höchsten Stand seit Mai 2000. Zuvor hatte Ebay am Dienstag einen Nettogewinn von 104,2 Mill. Dollar oder 32 Cent je Aktie für das abgelaufene erste Quartal bekannt gegeben, nach 47,6 Mill. Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz verdoppelte sich annähernd auf 476,5 Mill. Dollar. Damit übertraf Ebay die eigenen Prognosen von 26 Cent beim Gewinn je Aktie und 440 Mill. Dollar beim Umsatz und lag am oberen Ende der Umsatzschätzungen von Analysten.

Ebay-Finanzchef Rajiv Dutta sagte, das Unternehmen wolle das Wachstum fortsetzen, indem es weitere Nutzer gewinne und mehr Markenartikel über seine Internet-Seite verkaufe. Vor dem Irak-Krieg habe Ebay Kosten gesenkt. Die Auswirkungen des Krieges auf das Geschäft seien dann geringer als erwartet gewesen, was Ebay zugute gekommen sei.

Analysten skeptisch

Für das laufende zweite Quartal hob Ebay seine Gewinnprognose auf 30 von 27 Cent je Aktie an. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen einen Gewinn von 1,27 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von bis zu 2,05 Mrd. Dollar. Die Erwartungen der Wall Street liegen indes noch darüber - im Schnitt rechnen von Thomson First Call befragte Analysten mit einem Gewinn von 32 Cent je Aktie im zweiten Quartal und 1,35 Dollar je Aktie im Gesamtjahr.

Der Aktienkurs stieg im nachbörslichen Handel auf 92,23 Dollar, nachdem die Papiere an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq zuvor mit fast 1,7 % im Minus auf 89,22 Dollar geschlossen hatten. Seit Jahresbeginn haben die Titel um fast 36 % zugelegt. Diese Bewertung wird aber von einigen Analysten kritisiert, die Zweifel haben, ob sich das schnelle Wachstum fortsetzen lässt. Ebay-Aktien werden derzeit mit dem rund 70fachen Wert der Gewinnprognose je Aktie für 2003 gehandelt. Im Gegensatz dazu sind die Papiere des Softwaregiganten Microsoft mit dem rund 26fachen der Gewinnerwartung für das laufende Fiskaljahr bewertet. In dem breit gefassten S&P-Index liegt der Wert im Schnitt beim 17fachen der Gewinnerwartung für 2003.

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