Umsatz und Gewinn sollen 2001 um 50 Prozent zulegen
Condat will im Herbst erste Produkte für UMTS-Handys anbieten

Der Mobilfunkzulieferer Condat AG will im Herbst 2001 erste Produkte für die künftigen UMTS-Handys anbieten. Im laufenden Jahr erwartet Condat ein anhaltendes Wachstum. Für den unerwartet niedrig ausgefallene Vorjahresergebnis präsentierte das Unternehmen den Anlegern jetzt eine Erklärung: Man habe sich bei den Mitarbeitern verrechnet.

Reuters BERLIN. Forschung und Entwicklung seien dafür verstärkt worden, sagte Vorstandschef Pedro Schäffer auf der Hauptversammlung am Freitag in Berlin. Condat stelle als einer der wenigen konzernunabhängigen Produzenten Protokollstacks her, die für den Betrieb von Mobilfunkeinrichtungen unerlässlich seien. Außerdem werde Condat 2001 mit dem NTSS-System ein Testverfahren für die Funktionsfähigkeit von Mobilfunknetzen auf den Markt bringen, hieß es weiter. "Wir wollen die Produktpalette durch einen Zukauf ergänzen", erläuterte Schäffer zur Strategie bei den Testsystemen. Das notwendige Kapital für eine Übernahme oder den Erwerb eines Produktes in dieser Sparte sei vorhanden. Die liquiden Mittel zum Ende des ersten Quartals 2001 bezifferte der Vorstand auf 46,2 Millionen Euro.

Bei Mitarbeitern hat sich das Unternehmen verrechnet

Im laufenden Geschäftsjahr erwarte Condat ein anhaltendes Wachstum, sagte Schäffer. Umsatz und Ergebnis sollten um 50 Prozent wachsen. Im vergangenen Jahr erlöste Condat 23,5 Millionen Euro und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von rund einer Millionen Euro. Das niedriger als erwartet ausgefallene Ergebnis des Vorjahres begründete der Vorstand mit Wertberechnungsfehlern bei den ausgegebenen Mitarbeiteraktien, die erst im Februar dieses Jahres bemerkt worden seien. Ausserdem sei der Forschungsaufwand aufgestockt worden, um die Einführung von UMTS-Protokollstacks vorziehen zu können.

In den ersten drei Monaten dieses Jahres stieg der Umsatz den Angaben zufolge um 146 Prozent auf 6,4 (Vorjahresquartal 2,6) Millionen Euro. Der Ebit-Verlust verschlechterte sich den Angaben zufolge auf 1,9 (minus 1,7) Millionen Euro. Der Auftragsbestand zum 31. März betrage 27 Millionen Euro.

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