Umsatz von 15 bis 17 Mill. €
Morpho-Sys hält an Prognosen für 2001 fest

Trotz der Terroranschläge in den USA und der weiter schwelenden Sorge vor einem Militärschlag der Vereinigten Staaten hält das Biotechnologie-Unternehmen Morpho-Sys an seinen Gewinnzielen für das laufende Jahr fest.

dpa-afx FRANKFURT. "Die Anschläge haben sich nicht negativ auf unser Geschäft ausgewirkt. Deshalb haben wir derzeit keinen Grund, unsere Prognosen zu ändern", sagte der Vorstandsvorsitzende Simon Moroney am Montag.

"Wir planen nach wie vor fünf Deals mit Pharma- und Biotechnologie-Unternehmen in diesem Jahr", erklärte der Unternehmenschef. Zwar habe Bayer als einer der Kooperationspartner derzeit Schwierigkeiten wegen den Nebenwirkungen des Cholesterinsenkers Lipobay/Baycol, aber auch die Verträge mit den Leverkusenern liefen weiter. Sie seien bereits im August um vier Jahre verlängert worden.

Im laufenden Jahr will Morpho-Sys nach wie vor einen Umsatz von 15 bis 17 Mill. ? erwirtschaften. "Das zweite Quartal hat bereits gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind", erklärte Moroney. Im zweiten Jahresviertel hatte das Unternehmen einen Umsatz von 5,1 Mill. ? erzielt und damit alle bisherigen Quartalsergebnisse übertroffen. Die Gewinnschwelle soll im nächsten Jahr erreicht werden.

CAT-Klage werde keinen erheblichen Einfluß auf das Geschäft haben

Auch die Patentrechtsklage von Cambridge Antibody Technology Ltd. werde "keinen erheblichen Einfluss auf das Geschäft haben", bekräftigte Moroney. Schließlich sei der Einspruch vor dem Europäischen Patentamt gegen das europäische Equivalent zum US-Patent erfolgreich gewesen. CAT klage gegen die Verletzung zweier "Huse/Lerner/Winter"-Patente in den USA. Die beiden Patente, die am 19. September in den USA erteilte worden seien, deckten angeblich bestimmte Antikörper-Expressionsbibliotheken ab. In der Klage behaupte CAT, dass Morpho-Sys drei Ansprüche innerhalb beider Patente verletze.

Vom derzeitigen Höhenflug der Morpho-Sys-Aktie war selbst der Unternehmenslenker überrascht. "Vielleicht war die Aktie bislang unterbewertet, so dass die Investoren jetzt erkannt haben, dass sie billig ist", versuchte er die Verdoppelung des Kurses binnen weniger Tage zu erklären. Neues aus dem Unternehmen gebe es derzeit nicht zu berichten.

Auch wie sich das Unternehmens vom reinen Technologieanbieter zum Wirkstoffentwickler neu ausrichten will, soll erst im Laufe des vierten Quartals der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Es gehöre zur Firmenpolitik, Einzelne nicht vorab zu informieren, sagte Moroney.

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