Umsatzeinbruch in Asien durch SARS
Wechselkurs belastet Swatch

Der starke Schweizer Franken reduziert die Gewinne beim Uhren-Hersteller Swatch. Trotz gestiegener Marktanteile zehren Wechselkurseinflüsse die damit verbundenen Umsatz- und Gewinnsteigerungen teilweise wieder auf. Zusätzlich belastet die Konsumflaute in Europa das Geschäft.

fas/ZÜRICH. Der weltgrößte Uhrenhersteller Swatch ist nach eigenen Angaben gut ins neue Jahr gestartet. Man habe in den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres in allen Segmenten Marktanteile gewinnen können, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Biel mit. Allerdings wurden die Steigerungen von Gewinn und Umsatz um bis zu 7 % durch den hohen Kurs des Schweizer Franken teilweise wieder aufgezehrt, sagte Nick Hayek junior, der seit Jahresbeginn den Konzern leitet.

Auch die Lungenkrankheit SARS habe in Asien zu Umsatzeinbrüchen geführt, die Konsumflaute in Westeuropa belaste das Geschäft zusätzlich. Sowohl im laufenden als auch im kommenden Jahr rechnet Hayek dennoch mit einer positiven Geschäftsentwicklung. Die Aktien gaben an der schwachen Schweizer Börse mit einem Minus von 1 % leicht nach.

Sorgen macht dem Konzern der starke Schweizer Franken. Hayek verwies darauf, dass Swatch im vergangenen Geschäftsjahr 166 Mill. sfr. durch Wechselkurseinflüsse verloren habe. Die Hälfte des Swatch- Umsatzes wird in Europa erzielt, ein Drittel in Asien. Um den Marktauftritt zu verstärken, will Swatch schrittweise in diesem Jahr sämtliche Verkaufsshops mit einer neuen Inneneinrichtung versehen.

Die Swatchgroup hat im Geschäftsjahr 2002 einen Umsatz von 4,06 Mrd sfr. verbucht, der Gewinn betrug 494 Mill. sfr. Analysten verweisen auf das starke Eigenkapital der Gruppe, das mittlerweile 74 % des Umsatzes ausmacht. Neben der für den Massenmarkt produzierten Swatch-Kollektion, von der seit 1983 über 200 Mill. Exemplare weltweit verkauft wurden, ist die Gruppe vor allem im gehobenen und im Luxussegment stark vertreten. Zu den bekanntesten Marken gehören Omega, Longines, Tissot sowie die ostdeutsche Manufaktur Glashütte. Prominente Werbeträger des Konzerns sind Bond-Darsteller Pierce Brosnan, Rennfahrer Michael Schumacher und Tennisspielerin Anna Kurnikowa. Hauptkonkurrent von Swatch ist die Richemont-Gruppe mit den Marken Cartier IWC und Lange & Söhne.

Der von Nickolas Hayek 1983 gegründete Konzern wird seit Jahresbeginn von seinem Sohn Nick Hayek geführt, der die Konzernstrategie nicht weiter verändern will. Vater Nickolas bleibt dem Konzern als Vorsitzender des Aufsichtsrates verbunden.

Quelle: Handelsblatt

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