Umsatzeinbußen bei Grußkartenherstellern
Milzbrand-Angst: Weihnachtspost per Mail wird boomen

Nach den Berichten über Milzbrand-Erreger in verschiedenen Post-Verteilerzentren der USA überlegen offenbar immer mehr amerikanische Privatpersonen und Unternehmen, die alljährlichen Weihnachtsgrüße über das Internet zu übermitteln.

ddp NEW YORK. Wie das Wall Street Journal berichtet, befürchten einige Grußkartenhersteller deshalb ernstzunehmende Umsatzeinbußen. Die Amerikaner seien eigentlich ausgesprochen großzügige Weihnachtskarten-Verschicker. Doch angesichts der derzeitigen Situation befürchteten viele, dass ihre Grüße beim Empfänger statt der erhofften warmen Gefühle eher Panik erzeugen, denn die typische US-Weihnachtskarte ist in einem Umschlag verpackt, der keinen Absender trägt.

Hallmark

, der weltgrößte Hersteller von Grußkarten, verzeichnete dem Bericht nach bereits zum vergangenen Weihnachtsfest zehn Millionen so genannter E-Cards, also E-Mails, die auf ein weihnachtliches Motiv im Internet verweisen. Auch Wettbewerber American Greetings, der bereits nach dem 11. September 2001 einen sprunghaften Anstieg bei der Nutzung seiner E-Cards feststellte, rechnet mit einer starken Zunahme der Nachfrage. Beide Firmen verdienen an den E-Cards jedoch keinen Pfennig - das Angebot ist kostenlos. Die Kartenhersteller suchen jetzt nach Wegen, um die traditionelle Greetings Card zu erhalten. So empfehlen sie, auf jeden Umschlag einen Absender zu schreiben oder transparente "Vellum"-Umschläge zu verwenden.

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