Umsatzeinbußen um 1,3 Mrd. $
Firestone stellt keine schweren Produktionsprobleme fest

Reuters TOKIO. Hinter der Aufsehen erregenden Rückrufaktion des US-Reifenhersteller Firestone stehen nach Angaben seines japanischen Mutterkonzerns Bridgestone Corp keine schwer wiegenden Entwicklungs- oder Produktionsprobleme. Ein Zwischenbericht habe keine entsprechenden Hinweise ergeben, sagte Bridgestone-Chef Yoichiro Kaizaki am Montag auf einer Pressekonferenz in Tokio. Er kündigte zudem an, die Rücknahme von insgesamt 6,5 Mill. Reifen werde weitaus früher als geplant bereits Ende November abgeschlossen. Zunächst wollte Firestone die Aktion bis Sommer kommenden Jahres beenden, hatte die Frist dann aber auf das Frühjahr vorgezogen. Kaizakis Worten zufolge hat Firestone bislang 4,2 Mill. Reifen zurückgenommen.

Wegen möglicher Sicherheitsprobleme hatte Firestone Anfang August vor allem in den USA mit der Rücknahme der Reifen begonnen. Nach Untersuchungen der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA sind über 500 Unfälle mit 119 Toten auf fehlerhafte Firestone-Reifen zurückzuführen. Von den Problemen ist insbesondere auch der US-Autohersteller Ford betroffen, dessen Geländewagen-Modell Explorer mit den reklamierten Firestone-Reifen ausgestattet ist. Vor knapp zwei Wochen war Firestone-Chef Masatoshi Ono von John Lampe abgelöst worden. Kaizaki rechnet damit, dass Firestone wegen der Rückrufaktion Umsatzeinbußen um 1,3 Mrd. $ (20 %) erleiden könnte. Die Bridgestone-Aktie hat seit Beginn der Krise 60 % an Wert verloren.

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