Umsatzminus für 2002 erwartet
Motorola streicht weitere 7 000 Stellen

Motorola will weltweit weitere 7 000 Beschäftigte entlassen und erwartet Sonderbelastungen von 3,5 Milliarden Dollar.

dpa SCHAUMBURG. Die neuen Massenentlassungen folgen einer ganzen Serie von Stellenstreichungen seit dem Sommer 2000. Zuletzt war im Dezember angekündigt worden, dass 2002 etwa 9400 Stellen gekappt werden sollen. Seit dem Beschäftigungshöhepunkt von 150 000 im August wird die Belegschaft damit mittlerweile um mehr als ein Drittel gestutzt.

Von den jüngsten Entlassungen sind alle Geschäftsbereiche und die Konzernzentrale betroffen. Es sollen die Produktions, Forschungs- und Entwicklungs, Verkaufs- und Verwaltungsausgaben reduziert werden.

Die Restrukturierung wird Sonderbelastungen von 1,9 Milliarden Dollar bringen. Motorola verspricht sich jährliche Kostenersparnisse von 700 Millionen Dollar. Die Gesellschaft erwartet auch Sonderbelastungen von 1,1 Milliarden Dollar für den Wertverlust von Beteiligungen. Die Gesellschaft will zusätzlich 530 Millionen Dollar Finanzforderungen für einen Kredit an die türkische Mobilfunkfirma Telsim abschreiben. Die Gesamtbelastungen belaufen sich auf 3,5 Milliarden Dollar, wovon im zweiten Quartal 90 Prozent anfallen sollen.

Motorola geht für das zweite Quartal von einem Umsatz von 6,4 Milliarden Dollar oder etwas mehr aus. Der Konzern erwartet für das Gesamtjahr 2002 einen Umsatzrückgang von fünf bis zehn Prozent. Motorola hatte 2001 einen Umsatz von rund 30 Milliarden Dollar. Das Unternehmen rechnet damit, dass ein Verlust von vier Cents je Aktie oder ein etwas besseres Resultat unter Ausklammerung von Sonderfaktoren erreicht wird.

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