Umsatzplus im Kerngeschäft Uhren
Swatch setzt verstärkt auf eigene Geschäfte

Der Schweizer Uhrenkonzern Swatch hat im ersten Halbjahr 2002 wie erwartet bei einem leichten Umsatzrückgang weniger Gewinn erzielt.

Reuters/ddp. BASEL. Das Unternehmen sei für den Rest des Jahres 2002 sehr zuversichtlich, teilte Swatch am Mittwoch weiter mit. Allerdings lasse die Unsicherheit bei Währungsentwicklung und Konsumentenstimmung eine verlässliche Aussage über die weitere Entwicklung nicht zu.

Swatch erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten einen Reingewinn von 206 Mill. sfr nach einem Vorjahresergebnis von 237 Mill. sfr. Die Umsätze nahmen um 3,9 Prozent auf 1,944 (Vorjahr 2,022) Mrd. sfr ab. In Lokalwährung betrug der Rückgang nur 0,5 Prozent. Der starke Franken belastete die Umsätze mit rund 70 Mill. sfr. Das Betriebsergebnis im ersten Halbjahr sank auf 271 (Vorjahr 299) Mill. sfr.

Von Reuters befragte Analysten hatten einen Gewinn von 210 Millionen sfr, einen Betriebsgewinn (Ebit) von 276 Mill. sfr und einen Umsatz von 1,941 Mrd. sfr für das erste Semester prognostiziert.

Im Kerngeschäft Uhren resultierte in Lokalwährung ein Umsatzplus von 1,1 Prozent auf 1,380 Mrd. sfr. Schwierige Marktbedingungen erwartet der Konzern vor allem in den touristischen Zentren. Die Nachfrage nach hoch-preisigen Uhren halte an. Auch der Ausbau eigener Läden, den Swatch vorantreiben will, zeige deutliche Fortschritte. Das Betriebsergebnis (Ebit) verschlechterte sich im Uhrenbereich auf 209 (225) Mill. sfr.

Der Bereich Uhrenkomponenten verzeichnete zwar einen Umsatzrückgang um 2,5 Prozent auf 700 Mill. sfr. Die Rentabilität konnte jedoch verbessert werden. Das operative Ergebnis (Ebit) stieg auf 43 (38) Mill. sfr. In der zweiten Jahreshälfte erwartet der Konzern merklich steigende Umsätze und Bestellungen.

In der Division Elektronische Systeme führten Bestellrückgänge und sinkende Preise zu einem um 15,6 Prozent tieferen Umsatz von 190 (225) Mill. sfr. Der Bereich arbeitete in den ersten sechs Monaten auch weniger profitabel als im Vorjahr. Das Betriebsergebnis (Ebit) sank um 34 Prozent auf 31 (47) Mill. sfr. Für den Rest des Jahres rechnet Swatch Group mit einer verhaltenen Erholung, da es weiterhin Überkapazitäten gebe.

Die Vergleichszahlen für 2001 wurden neu nach IAS-Normen ausgewiesen.

2001 erzielte der Konzern bei einem Umsatz von 4,2 Mrd. sfr einen Gewinn von 504 Mill. sfr. Der Betriebsgewinn (Ebit) betrug 644 Mill. sfr.

Die Swatch Group produziert neben den bekannten Plastikuhren und Modeschmuck Zeitmesser in allen Preisklassen. Dazu zählen die Marken Blancpain, Omega, Rado, Longines, Tissot, Glashütte Original, Certina, Mido, Balmain, Hamilton sowie Calvin Klein. Weitere Geschäftsfelder der Gruppe sind die Bereiche Elektronische Systeme, Telekommunikation, Automobil sowie Dienstleistungen im Sportbereich. Die Gruppe entstand 1983 aus dem Zusammenschluss der beiden finanziell angeschlagenen Schweizer Uhrenhersteller ASUAG und SSIH.

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