Umsatzplus von 45 Prozent
Rheinland-pfälzische Sparkassen verbuchen Rekord im Wertpapiergeschäft

Wie der Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes Rheinland-Pfalz, Hans Otto Streuber, am Montag auf der Jahrespressekonferenz des Verbandes weiter mitteilte, wurde die Geschäftsentwicklung zudem von einem schwachen Einlagengeschäft und einem regen Kreditgeschäft geprägt. Im Wertpapiergeschäft verbuchten die 35 Institute im Verband binnen Jahresfrist ein Umsatzplus von 45 % auf 13,4 Mrd DM.

vwd FRANKFURT. Haupttriebfedern im Wertpapiergeschäft bei dem zum Jahresende schwachen Börsenumfeld seien der Absatz von Dividendenwerten und Investmentanteilen gewesen, erläuterte Streuber. Der Nettoabsatz an Kunden sei auf 2,42 (1,06) Mrd. DM gestiegen. Im Kundeneinlagengeschäft sanken die Verbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken dagegen um 26 Mill. auf 64,5 Mrd. DM, nachdem sie ein Jahr zuvor noch um 894 Mill. DM gestiegen waren. Als Grund dafür nannte der Verbandspräsident anhaltend niedrige Zinsen, welche die Bereitschaft zum Sparen gedämpft hätten. Der Spareinlagenbestand der Institute verminderte sich um 6 % auf 33,0 Mrd. DM.

Im Kreditgeschäft stieg der Forderungsbedarf gegenüber Nichtbanken im Jahresvergleich um 2,7 Mrd. auf 58,8 Mrd. DM. Dabei erhöhten sich die kurzfristigen Darlehen um 12,3 %, nachdem sie im Vorjahr noch um 5,8 % zurückgegangen waren. Die langfristigen Darlehen mit einer Laufzeit von fünf Jahren an wuchsen um 3,7 % nach einem Anstieg von 5,1 % im Vorjahr. Unternehmen und Selbstständige beanspruchten 54 % der Kredite, wobei sich das Volumen der von Firmenkunden beanspruchten Fremdfinanzierungsmittel auf 1,4 Mrd. DM nahezu verdoppelte.

Die Kreditnachfrage der Kommunen sank dagegen binnen Jahresfrist um 4,4 % auf 2,5 Mrd. DM. Bei den privaten Haushalten sorgten die Preisanstiege bei Heizöl und Kraftstoffen für eine deutlich geringere Verschuldungsbereitschaft. So hätten sich Privatpersonen mit rund 1,2 Mrd. DM rund zwei Fünftel weniger neue Wohnungsbau- und Konsumentenkredite als ein Jahr zuvor beschafft. Die Darlehenszusagen für Baumaßnahmen seien mit 3,2 Mrd. DM rund ein Drittel niedriger ausgefallen.

Insgesamt gesehen wuchs die Bilanzsumme der Institute zum Jahresende auf 94,9 Mrd. DM, was einem Plus von 4,8 Mrd. DM gegenüber dem Vorjahresende entspricht. Die Rentabilität der Sparkassen wurde den Angaben zufolge durch eine Verengung der Zinsmarge geprägt. Demnach sank die Zinsspanne auf 2,43 (Vorjahr 2,57) %, was aber durch ein gestiegenes Provisionsgeschäft, wachsende ordentliche Erträge und stabile Kosten abgemildert wurde. Das Betriebsergebnis vor Bewertung sank auf 0,98 (1,07) % der durchschnittlichen Bilanzsumme der Verbandsinstitute. Nach Bewertung fiel es auf Grund einer deutlich höheren Risikovorsorge im Kreditgeschäft auf 0,63 (0,93) %. Der Provisionsüberschuss wuchs auf 0,51 (0,49) %.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%