Umsatzprobnose für Gesamtjahr unverändert
FMC-Ergebnis von Wertberichtigungen gedrückt

Die Bad Homburger Fresenius AG (FMC) hat auf Grund von Wertberichtigungen und Rechtskosten im dritten Quartal 2001 operativ weniger verdient als im Vorjahreszeitraum und seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr gesenkt. Das operative Ebit sei im dritten Quartal um drei Prozent auf 163 Mill. $ gesunken, teilte der Medizintechnikkonzern für Dialyse-Produkte und-Dienstleistungen am Dienstag mit.

Reuters BAD HOMBURG. Bereinigt um die Wertberichtigungen und Rechtskosten sei das Ebit indes auf 174 (Vorjahr: 167) Mill. $ gestiegen. Analysten hatten nach einer Reuters-Umfrage mit einem Ebit-Zuwachs auf 178,1 Mill. $ gerechnet. Für 2001 korrigierte FMC sein Ergebnisziel auf einen Zuwachs im unteren bis mittleren zweistelligen Wert von bislang rund 20 % nach unten. Es bleibe aber bei der erwarteten Umsatzsteigerung von 14 %.

Die im MDAX gelistete Konzernmutter Fresenius AG steigerte unterdessen ihren Gewinn und ihren Umsatz in den ersten neun Monaten. Allerdings wies auch Fresenius darauf hin, dass wegen der negativen Ergebniseinflüsse bei FMC im Gesamtjahr der prozentuale Ergebniszuwachs voraussichtlich nur einstellig ausfallen werde.

FMC begründete den Ergebnisrückgang im Quartal mit Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von zehn Mill. $ sowie mit Rechtskosten von zwei Mill. $ im Zusammenhang mit Streitigkeiten gegen private Krankenversicherungen in Nordamerika. Nach FMC-Angaben hatten diese gegen die FMC-Vorläuferfirma National Medical Care Forderungen angemeldet. Gegenstand des Streits sei unter anderem die Weigerung der Versicherer, bestimmte Laborleistungen und Ernährungstherapien bei mangelernährten Dialyse-Patienten zu vergüten. Bis zum Jahr 2003 sei nunmehr mit zusätzlichen Rechtskosten von etwa zwei bis fünf Mill. $ pro Quartal zu rechnen.

"Wir werden unsere Position in dieser Auseinandersetzung deutlich vertreten und haben zu diesem Zweck zusätzliche Mittel bereitgestellt und entsprechende Wertberichtigungen auf Forderungen akzeptiert," sagte Konzernchef Ben Lipps. Dies werde FMC auch in Zukunft tun, falls dafür weitere Mittel nötig sein sollten.

Den weiteren Angaben nach steigerte FMC seinen Umsatz im Quartal um 14 % auf 1,228 Mrd. $. Analysten hatten nach einer Reuters-Umfrage mit 1,218 Mrd. $ gerechnet. Nach Steuern legte das Quartalsergebnis um neun Prozent auf 64 Mill. $ zu. Pro Aktie erwirtschaftete FMC ein Ergebnis von 0,66 $ nach 0,63 $ im Vorjahreszeitraum. FMC erwirtschaftet rund zwei Drittel seiner Umsätze in Nordamerika. In der Region nahm der Umsatz um 15 % bei den Dialysedienstleistungen und um vier Prozent bei den Dialyseprodukten zu.

Die Konzernmutter Fresenius AG teilte unterdessen mit, sie habe das Ziel erreicht, in den ersten neun Monaten den Umsatz prozentual zweistellig zu steigern. Auch im Gesamtjahr werde das Umsatzplus in dieser Größenordnung zulegen. Den Angaben nach nahm der Umsatz in den ersten drei Quartalen um 20 % auf 5,3 Mrd. Euro zu, das Ebit stieg um fünf Prozent auf 589 Mill. Euro. Nach Steuern kletterte das Konzernergebnis um neun Prozent auf 211 Mill. Euro. Neben den negativen Ergebniseinflüssen bei FMC sei das Neunmonatsergebnis auch durch ein geringeres Ergebnis bei der Tochter Fresenius Kabi beeinflusst worden. Das Ergebnis pro Aktie lag nach Fresenius-Angaben bei 1,98 Euro nach 2,18 Euro im Vorjahreszeitraum. FMC steuerte zum Umsatz der Fresenius AG etwa zwei Drittel bei.

Zu Handelsbeginn verzeichneten die im Dax gelisteten FMC-Aktien einen Kursabschlag von 3,61 % auf 79,05 Euro. Die Papiere von Fresenius notierten nahezu unverändert bei 104,98 Euro. Sowohl Dax als auch MDax präsentierten sich leichter.

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