Umsatzprognose erhöht: Thiel und Springer machen gemeinsame Sache

Umsatzprognose erhöht
Thiel und Springer machen gemeinsame Sache

Der Logistikdienstleister Thiel Logistik hat einen fünfjährigen Kooperationsvertrag mit dem Axel Springer Verlag (ASV) geschlossen und daher seine Umsatzprognose für 2003 erhöht.

Reuters FRANKFURT. Thiel erwarte nun einen Umsatz von 1,95 Milliarden Euro statt zuvor 1,8 Milliarden Euro für das laufende Jahr, teilte das demnächst im MDax gelistete Unternehmen am Montag mit. Die Prognose für den operativen Gewinn von 40 Millionen Euro werde angesichts des unsicheren Konjunkturumfeldes beibehalten. Im Zuge der Kooperation wird Thiel Logistik den Angaben zufolge die Hamburger Overbruck-Gruppe, in Deutschland Marktführer bei der Presselogistik, übernehmen. Ein Thiel-Sprecher wollte sich auf Anfrage nicht zum Kaufpreis äußern.

Die Thiel-Aktie stieg im frühen Handel um über fünf Prozent auf 2,70 Euro, gab dann aber die Gewinne wieder größtenteils ab.

Overbruck beschäftigt den Angaben zufolge über 300 Mitarbeiter und setzte zuletzt etwa 160 Millionen Euro im Jahr um. Die bislang 100-prozentige ASV-Tochter arbeite profitabel und werde somit auch zum Gewinn des Konzerns beitragen, sagte der Thiel-Sprecher, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Die Übernahme bedürfe aber noch der Zustimmung der Kartellbehörden.

Overbruck hat in der Vergangenheit die Logistik für den Springer Verlag übernommen - darunter nach Thiel-Angaben auch die Belieferung von Grossisten und Bahnhofsverkaufsstellen mit rund 900 Pressetiteln des Verlags. Die Kooperation sehe vor, dass das Hamburger Unternehmen auch in den kommenden fünf Jahren diese Aufgaben ausführe. Durch die Übernahme komme Thiel seinem Ziel näher, bei speziellen Logistikangeboten für einzelne Branchen zu den Marktführern zu gehören, hieß es. Thiel will nach Worten eines Sprechers zehn solche so genannte Branchenlösungen aufbauen, mit der Übernahme von Overbruck sei nun die Fünfte realisiert worden.

Mit Blick auf die unveränderte Ergebnisprognose sagte der Sprecher, angesichts der Gefahr eines Irak-Krieges sowie der konjunkturellen Lage seien die Unwägbarkeiten einfach zu groß. Thiel hatte 2002 seine Geschäftsziele drastisch verfehlt. Bei einem Umsatz von 1,45 (2001: 0,90) Milliarden Euro verbuchte der Logistik-Dienstleister einen Fehlbetrag von 5,1 (plus 46,6) Millionen Euro.

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