Umsatzprognose gesenkt
Augusta rutscht in die Verlustzone

Die Augusta Technologie AG ist in den ersten neun Monaten 2002 bei einem Umsatzrückgang auf Grund von Abschreibungen in die Verlustzone gerutscht. Die Beteiligungsgesellschaft reduzierte ihre bereits gesenkte Umsatzprognose für das Gesamtjahr erneut und nannte keinen Ausblick für das Ergebnis mehr.

Reuters FRANKFURT. Der Vorstand rechne damit, dass der Planumsatz in Höhe von 270 Millionen Euro "aus heutiger Sicht" um einen einstelligen Prozentsatz unterschritten werde, teilte das im Nemax-50 gelistete Unternehmen am Donnerstag mit. Mit Blick auf das erwartete Ergebnis teilte die Gesellschaft mit: "Auf Grund des zunehmend schwerer einschätzbaren Marktumfelds ist eine hinreichend verlässliche Prognose für die Ebitda-Marge, bei der bislang Halbjahresniveau angestrebt wurde, derzeit nicht möglich." Für die erste Jahreshälfte hatte Augusta einen Umsatz von 122,7 Millionen Euro und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 5,8 Millionen Euro verbucht.

In den ersten neun Monaten hätten Abschreibungen auf Wertansätze und Beteiligungen in Höhe von 11,3 Millionen Euro, die bis Ende Juni angefallen seien, das Ergebnis belastet, teilte Augusta mit. Während der Umsatz in den ersten neun Monaten 2002 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,6 Prozent auf 190,0 Millionen Euro zurückgegangen sei, habe das Unternehmen vor Zinsen und Steuern (Ebit) einen Verlust von 7,6 (Vorjahr plus 11,2) Millionen Euro ausgewiesen. Unterm Strich sei dabei in den ersten neun Monaten ein Verlust von 12,3 Millionen Euro angefallen. Im Vorjahreszeitraum hatte Augusta noch einen Periodenüberschuss von 2,1 Millionen Euro erzielt.

Augusta teilte weiter mit, bereinigt um den anteiligen Umsatz der im ersten Halbjahr 2001 verkauften Gesellschaft Korona habe der Umsatzrückgang in den ersten neun Monaten 2002 nur rund 1,8 Prozent betragen. Der Auftragseingang sei im gleichen Zeitraum auf 204,6 Millionen Euro von 181,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum geklettert.

Im dritten Quartal sei der Umsatz von Augusta im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,7 Prozent auf 67,3 Millionen Euro gestiegen. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) schrieb Augusta im dritten Quartal wieder schwarze Zahlen. Das Ebit stieg auf 0,5 Millionen Euro nach einem Verlust von 10,2 Millionen Euro im Vorquartal.

Die Augusta Technologie AG ist ein Verbund mittelständischer IT-Unternehmen. Zu den Geschäftsfeldern zählen Software und Systemtechnik, Sensorik sowie Kommunikationstechnologie für Firmen aus den Bereichen Automobil, Raum- und Luftfahrt, Anlage- und Maschinenbau sowie Medizintechnik. Die Aktie verlor am Vormittag 1,65 Prozent auf 1,79 Euro.

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