Umsatzrendite von 5 % angepeilt
Ericsson-Quartalsverlust größer als erwartet

Der schwedische Telekomausrüster Ericsson hat für das dritte Quartal einen größer als von den Analysten erwartet ausgefallenen Verlust verbucht und sagte einen rückläufigen Markt für seinen Schlüsselprodukt im kommenden Jahr voraus.

Reuters STOCKHOLM. Ericsson teilte in der Nacht von Donnerstag auf Freitag (MESZ) mit, sie habe im dritten Quartal einen Vorsteuer-Verlust von 5,8 Mrd. Kronen (1,16 Mrd. DM) verbucht. Analysten hatten Anfang dieser Woche in einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters einen Verlust von 4,5 Mrd Kronen prognostiziert. Michael Treschow, bisher Vorstandschef bei Electrolux , soll als neuen Vorstandsvorsitzenden berufen werden, hieß es weiter.

Mit einem Umsatz von 54,6 Mrd. Kronen hatte das Unternehmen die Analystenerwartungen von 59,15 Mrd. ebenfalls nicht erreicht. Für das vierte Quartal erwartet Ericsson nach eigenen Angaben einen Umsatz von 55 Mrd. Kronen und einen etwas geringeren Vorsteuer-Verlust als im dritten Quartal. "In jedem Fall wollen wir für das Gesamtjahr eine Umsatzrendite von mehr als 5 % erreichen, auch wenn unser Umsatz um 10 % fallen sollte", teilte das Unternehmen weiter mit. Der Telekomausrüster wollte ursprünglich seine Quartalsergebnisse am Freitag um 7.30 Uhr MESZ veröffentlichen.

Um wieder schwarze Zahlen schreiben zu können, hatte das Unternehmen bereit zuvor ein 38 Mrd. Kronen schweres Sparprogramm angekündigt, das unter anderem den Abbau von 22 000 Stellen und damit 20 % der Ericsson-Arbeitsplätze vorsieht. Das Maßnahmenpaket beginne früher als ursprünglich geplant und solle noch 2001 Einsparungen in Höhe von sieben Milliarden Kronen bringen, teilte Ericsson mit. Zuvor hatte das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr 5,5 Mrd. Kronen einsparen wollen. Im September hatte Ericsson voraus gesagt, der Netzwerk-Markt werde 2002 unverändert bleiben oder leicht steigen. "Wir erwarte nun, dass der Markt 2002 unverändert bleibt oder um bis zu 10 % sinkt", teilte Ericsson mit. Das Unternehmen werde sich mindestens im Einklang mit dem Markt entwickeln. Die Ericsson-Aktie präsentierte sich zum Börsenschluss rund zwei Prozent leichter bei 44,50 Kronen.

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