Umsatzrendite von zwölf Prozent angepeilt
Nivea bleibt Beiersdorfs beste Marke

Mit der Konzentration auf wenige Marken will der Beiersdorf-Konzern weiter auf Gewinnkurs bleiben.

dpa/AP/Reuters HAMBURG. Vor allem das Flaggschiff Nivea gilt nach Aussage der Konzernleitung auch weiterhin als sichere Einnahmequelle. "Die Strategie von Nivea ist einzigartig, deshalb arbeitet sie so gut", sagte Vorstandsvorsitzender Rolf Kunisch am Dienstag in Hamburg.

Der Konzern hält an der Konzentration auf das Geschäft mit Konsumentenmarken fest. So wurde die Produktion von speziellen medizinischen Wundversorgungen in ein Joint Venture mit dem englischen Partner Smith and Nephew ausgelagert. Das Geschäft mit Pflaster für den Alltag bleibt aber bei Beiersdorf. Im Pflastergeschäft (Hansaplast) ist Beiersdorf einer von zwei Weltmarktführern.

Von Januar bis März erhöhte sich der Konzernumsatz auf vergleichbarer Basis zum Vorjahresquartal zwar um 5,1 Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Euro. Im wichtigen deutschen Markt gingen die Erlöse allerdings zugleich um 7,2 Prozent auf 307 Millionen Euro zurück.

Für das Gesamtjahr bekräftigte Kunisch gleichwohl die Erwartung, dass der Jahresüberschuss insgesamt um etwa zehn Prozent auf 285 Millionen Euro weiter zunehmen werde. Damit strebt Beiersdorf eine Nettoumsatzrendite erneut von sechs Prozent an nach 6,3 Prozent im Vorjahr.

Im nach seinem Anteil am Gesamtergebnis größten Geschäftsbereich, der Sparte für kosmetisch Produkte (cosmed) mit der Marke Nivea, plant Beiersdorf eine Ebit-Umsatzrendite von zwölf Prozent nach 13 Prozent im Vorjahr. Die Sparte medizinische Produkte (medical) soll bei der Ebit-Rendite auf vier Prozent von bereinigt 3,7 Prozent zulegen. Die rechtlich verselbstständigte Sparte tesa plant eine Rendite von zwei Prozent nach 3,1 Prozent im Vorjahr. Insgesamt plant Beiersdorf eine am Betriebsergebnis gemessene Umsatzrendite von über zehn Prozent, nachdem dieser Wert im abgelaufenen Jahr bei 10,3 Prozent gelegen hatte.

Wer in Zukunft den Kurs des seit Jahren stetig wachsenden Unternehmens bestimmt, bleibt derweil offen. Die Tchibo-Familie Herz will ihren Anteil an Beiersdorf von 30 Prozent deutlich aufstocken. Allianz-Finanzchef Paul Achleitner als möglicher Verkäufer verlangt jedoch für die Beiersdorf-Anteile von 43,6 Prozent nach Presseberichten einen sehr hohen Preis. "Wir brauchen beim Wachstum aus eigener Kraft nicht unbedingt Hilfe von außen", sagte Kunisch.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%