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Umsatzrückgang bei Karstadt-Quelle - Kurs wieder auf Talfahrt

Durch die anhaltende Diskussion über die Krise bei Karstadt-Quelle laufen dem angeschlagene Handelskonzern nun die Kunden weg. Ein Unternehmenssprecher bestätigte am Freitag Umsatzrückgänge bei dem zum Konzern gehörenden Versandhändler Quelle.

dpa-afx ESSEN. Durch die anhaltende Diskussion über die Krise bei Karstadt-Quelle laufen dem angeschlagene Handelskonzern nun die Kunden weg. Ein Unternehmenssprecher bestätigte am Freitag Umsatzrückgänge bei dem zum Konzern gehörenden Versandhändler Quelle. Einen von der "Financial Times Deutschland" (FTD) gemeldeten Umsatzeinbruch um bis zu 35 Prozent bezeichnete er jedoch als "weit übertrieben".

Nach den Berichten über den massiven Umsatzeinbruch ging der Kurs der Karstadt-Quelle Aktie am Freitag zunächst kräftig zurück. Der Kurs fiel bis zum Mittag um 4,19 Prozent auf 9,14 Euro. Erst am Mittwoch war der Kurs mit 8,58 Euro auf ein neues Allzeittief gefallen, hatte sich danach aber wieder etwas erholt.

Kein Kommentar ZU Genauen Umsatzzahlen

Nach den FTD-Bericht sollen die Erlöse des Konzerns nach Angaben von Analysten bereits im dritten Quartal um acht Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gefallen sein. Der Unternehmenssprecher wollte diese Zahl nicht kommentieren. "Das dritte Quartal war schwierig", hatte Karstadt-Quelle-Chef Christoph Achenbach im Gespräch mit der Zeitung eingeräumt. Am 3. November will das Unternehmen nun die Zahlen für das Ende September zu Ende gegangene dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres vorlegen.

Achenbach schloss im Gespräch mit der Zeitung nicht aus, dass sein Sanierungsplan unter Umständen nachgebessert werden muss: "Wir müssen unsere Kostensituation immer wieder auf den Prüfstand stellen." Der Konzernchef beklagte, "das Gerede von der Insolvenz" sei "mehr als unglücklich" gewesen.

Betriebsratschef Wolfgang Pokriefke hatte als erster öffentlich von drohender Zahlungsunfähigkeit gesprochen. Zuvor jedoch hatte Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Middelhoff mit seiner Äußerung, es gehe ums Überleben des Konzerns, für Unruhe gesorgt.

'Negative Berichterstattung'

Auch Unternehmenssprecher Jörg Howe machte am Freitag die "negative öffentliche Berichterstattung" für die Umsatzrückgänge verantwortlich. Im Gegensatz zu den Rückgängen im Quelle- Universalversand in Deutschland laufe das Geschäft im Ausland und bei den Spezialversendern weiterhin gut, sagte er.

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