Umsatzrückgang erwartet: Bosch kündigt schärfere Preispolitik an

Umsatzrückgang erwartet
Bosch kündigt schärfere Preispolitik an

Der weltweit größte markenunabhängige Autozulieferer Bosch hat eine schärfere Preispolitik gegenüber seinen Kunden angekündigt.

dpa-afx HAMBURG. "Wir haben uns bislang vielleicht zu sehr in die Defensive drängen lassen", sagte Bosch-Chef Hermann Scholl in der jüngsten Ausgabe der Mitarbeiter-Zeitschrift "Bosch-Zünder", berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD).

Er wolle den Autoherstellern künftig klar machen, dass Innovationen ohne angemessene Preise auf Dauer nicht darstellbar seien. Wenn Kunden Anforderungen erhöhten oder Abnahmemengen verringerten, müssten neue Preise vereinbart werden, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung.

Scholls Ziel, eine Rendite vor Steuern von sieben Prozent, werde auch 2001 verfehlt, schreibt die "FTD". 2000 sei Bosch auf knapp 4,5 % gekommen. Im laufenden Jahr werde sich der Konzern noch weiter von diesem Ziel entfernen. "Wir rechnen für 2002 mit einem leichten Umsatzrückgang. Unter diesen Bedingungen wird der Druck auf unsere Ertragslage nochmals zunehmen", sagte Scholl der Mitarbeiter-Zeitschrift.

Scholl plant, durch Zukäufe die Abhängigkeit von der Autobranche zu verringern. "Diese Konzentration ist aus vielen Gründen nicht unkritisch. Wir arbeiten deshalb intensiv an einer Langfristplanung, die ein besonders starkes Wachstum der Unternehmensbereiche Gebrauchsgüter und Gebäudetechnik sowie Industrietechnik vorsieht, auch durch Akquisitionen."

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