Umsatzrückgang erwartet
Scharfer Wettbewerb bei Wifi-Chips

Die Halbleiterbranche hofft auf ein gutes Geschäft mit speziellen Chips für lokale Funknetze (Wireless LAN oder Wifi). Doch eine Markforscherfirma hat herausgefunden, dass im laufenden Jahr der Umsatz aus diesem vielversprechenden Geschäft wegen eines scharfen Wettbewerbs eher sinken könnte.

MÜNCHEN. Nach einem Bericht des Wall Street Journals wollen Marktforscher von Tech Strategie Inc. -Knowledge aus Scottsdale im US-Bundesstaat Arizona in dieser Woche eine Studie mit diesem Ergebnis veröffentlichen. Nach Ermittlungen des Chef-Analyst Mike Feibus wird der Absatz spezieller Wifi-Chips im laufenden Jahr 2003 auf 41,3 Millionen ansteigen. Das entspricht einer Steigerung von 83% gegenüber dem Vorjahr mit 22,5 Millionen Chips. Wegen eines wettbewerbbedingten scharfen Preisverfalls werde der entsprechende Umsatz auf 340,2 (368,7) Mill.$ sinken.

Konkurrierende Marktforscher wollen dieser Sicht nicht zustimmen. So sehen die in Oyster Bay im US-Bundesstaat New York angesiedelten Marktbeobachter von Allied Business Intelligence Inc. einen Umsatzrückgang nur bei Chips für die Wifi-Variante 802.11b. Dies ist der derzeit am stärksten genutzte Standard bei lokalen Funknetzen. Wegen des starken Wachstums der schnelleren Varianten "a" und "g" wird der gesamte Umsatz 2003 von 396 Mill.$ auf 522 Mill.$ steigen.

Mike Feibus dagegen sieht einen Preisverfall nicht nur bei den "b"-Chips - von 16,06 $ auf 6,06 $ innerhalb eines Jahres, sondern auch bei den neuesten "g"-Chips (18 $/9,68 $). Bis zum Jahr 2007 erwartet Feibus einen Absatz von 155,3 Millionen dieser Chips, bei einem Umsatz von 700 Mill. $. Nach seinen Ermittlungen fertigen derzeit etwa 40 Halbleiterproduzenten, davon eine Reihe aus Taiwan Wifi-Chips. Besonders Marktführer Intel macht sich mit seinem im März dieses Jahres verkündeten Centrino-Programm (Wifi für Notebooks) für dieses Thema stark.

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