Umsatzrückgang
Kunden sparen auch bei fair gehandelten Waren

Die deutschen Verbraucher sparen auch beim Einkauf fair gehandelter Waren aus Entwicklungsländern. Der Umsatz von Transfair-Produkten ging von 56 Mill. Euro im Jahr 2001 auf 51 Mill. im Jahr 2002 zurück, wie die Organisation Transfair am Mittwoch in Bonn berichtete.

HB/dpa BONN. Der verstärkte Einkauf in Discount- Märkten, die diese Produkte nicht haben, und die allgemeine Konsumzurückhaltung machten dem fairen Handel zu schaffen, sagte Geschäftsführer Dieter Overath. "Dennoch ist Transfair eine moderne und effektive Entwicklungshilfe."

Jährlich griffen rund drei Millionen Menschen den Angaben zufolge zu Waren aus fairem Handel. Vom neuen Produkt Orangensaft aus Brasilien und Kuba seien eine Million Liter Saft verkauft worden, hieß es. Der Absatz von Kaffee sei allerdings von 3 100 Tonnen auf 2 950 Tonnen zurückgegangen. Dennoch konnten den Kaffeebauern fünf Millionen Euro mehr für soziale Projekte gegeben werden. Auch schwarzer und grüner Tee wurde weniger gekauft. Ein Grund dafür sei auch der stärkere Griff zu Kräutertees.

In Deutschland seien im Jahr 2002 für mehr als 70 Mill. Euro Teppiche verkauft worden. Zwar seien dies 25 % weniger als im Vorjahr, doch angesichts dramatischer Rückgänge der Teppichimporte aus Indien und Nepal in Höhe von 35 % noch ein moderates Ergebnis.

Transfair vergibt Siegel für fair gehandelte Produkte, die derzeit in 22 000 deutschen Supermärkten angeboten werden. Damit werden rund 800 000 Familien in etwa 40 Ländern Afrikas, Lateinamerikas und Asiens unterstützt. Im Herbst will TransFair mit einer Kampagne vor allem für hohe Qualität der Erzeugnisse werben.

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