Umsatzrückgang
Telefonica verbucht Milliardenverlust

Hohe Sonderabschreibungen haben dem spanischen Telekom-Konzern Telefonica in den ersten neun Monaten 2002 einen Milliardenverlust beschert. Die Abwertung lateinamerikanischer Währungen hätten zugleich zu einem Umsatzrückgang geführt, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Reuters MADRID. Telefonica gab für den Berichtszeitraum einen Nettoverlust von fünf (Vorjahresperiode plus 1,6) Milliarden Euro bekannt. Analysten hatten im Schnitt einen höheren Verlust von 5,3 Milliarden Euro prognostiziert. Der Fehlbetrag geht auf bereits im Juli angekündigte Sonderbelastungen in Höhe von 6,55 Milliarden Euro zurück. Diese fielen im Zusammenhang mit den gestoppten Aktivitäten zur dritten Mobilfunk-Generation in vier europäischen Ländern sowie Abschreibungen auf andere Beteiligungen an.

Nach anfänglichen leichten Kursverlusten notierten die Telefonica-Aktien am Vormittag rund 1,5 Prozent im Plus bei Kursen um 9,60 Euro. Der Umsatz ging nach Unternehmensangaben um sieben Prozent auf 21,47 Milliarden Euro zurück, lag damit aber im Rahmen der Expertenerwartungen von durchschnittlich 21,5 Milliarden Euro. In Lateinamerika brach der Umsatz um mehr als ein Viertel auf 5,434 Milliarden Euro ein. Hintergrund seien die Wertverluste der Landeswährungen im krisengeschüttelten Argentinien und in Brasilien.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) fiel in den ersten neun Monaten um 7,4 Prozent auf 8,93 Milliarden Euro. Analysten hatten mit einem Ebitda in dieser Höhe gerechnet.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%