Umsatzrückgang um 1,5 Prozent erwartet
Einzelhandel blickt in finstere Zukunft

Der deutsche Einzelhandel rechnet in diesem Jahr mit weiteren Umsatzeinbußen. "Die Prognose ist düster. Wir erwarten einen Umsatzrückgang um 1,5 Prozent", sagte der Präsident des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hermann Franzen, bei einer gemeinsamen Tagung des HDE und der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) am Mittwoch in Köln.

HB/dpa KÖLN. Damit sei der Einzelhandel auf das Niveau von 1992 zurückgefallen. 2002 habe es im Handel 9000 Insolvenzen gegeben. 30 000 Arbeitsplätze seien abgebaut worden.

Franzen kritisierte erneut die Einführung des Dosenpfandes. Das Pfand sei eine Zumutung für Getränkewirtschaft und Konsumenten, die tausende Arbeitsplätze kosten könne. Er forderte die kartellrechtliche Freistellung, um ein einheitliches Pfandsystems schnell einrichten zu können. Weiter plädierte er für eine "Entfesselung von Regeln im Arbeits- und Tarifrecht, die das Wachstum behindern." Arbeitnehmerrechte dürften nicht tabuisiert werden.

Der "Königsweg" für mehr Beschäftigung sei das Absenken der Steuer- und Abgabenbelastungen. So könne mehr gespart und konsumiert werden. An der Tagung hatten 600 Unternehmer aus Ernährungsindustrie und Lebensmittelhandel teilgenommen.

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