Umsatzschwäche auch 2003
EDS senkt Gewinnprognose drastisch

Der zweitgrößte US Electronic Data Systems Corp. -Computerdienstleister (EDS) hat wegen der anhaltend schwachen Nachfrage im IT-Sektor seine Gewinnprognosen drastisch gesenkt.

HB/vwd/dpa PLANO. EDS rechnet damit, dass sich die derzeitige Umsatzschwäche 2003 fortsetzt. Wie der CEO von EDS, Richard Brown, am Mittwochabend sagte, hat das Unternehmen auf den Umsatzrückgang mit Investitionen in umsatzfördernde Maßnahmen reagiert. Erste Zeichen einer Erholung seien schon auszumachen. Der Umsatz werde mit 5,3 bis 5,5 Mill. $ um 2 bis 5 % geringer ausfallen als im Vorjahr. Bisher hatte das Unternehmen ein Wachstum zwischen 4 und 6 % prognostiziert.

Analysten bezeichneten es unterdessen als problematisch, dass das Unternehmen seine Cash-Flow-Prognose deutlich gesenkt hat. EDS schätzt ihren Free-Cash-Flow 2002 auf 200 Mill. $ bis 400 Mill. $. Noch vor einem Monat lautete die Prognose auf 600 Mill. $ bis 800 Mill. $. Für 2003 war ein Free-Cash-Flow von 1,5 Mrd. $ anvisiert. Das Unternehmen fürchtet indessen, dass die Gewinnwarnung vom Mittwoch die Ratingagenturen veranlassen könnte, die Bonität von EDS herabzustufen. Damit würden Kredite für EDS teurer.

Beim Gewinn je EDS-Aktie im dritten Quartal (30. September) sei die Prognose von zuvor 74 Cent auf die Spannbreite zwischen 12 und 15 US-Cent reduziert worden, teilte das im S&P-500-Index notierte Unternehmen am Mittwoch nach Börsenschluss mit. Die EDS-Aktie brach nachbörslich ein. Rund eine Stunde nach Handelsende fiel das Papier auf 26 $ - ein Minus von rund 28 % gegenüber dem letzten Kurs im regulären Handel.

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