Umsatzsteigerung beim weltgrößten Chip-Hersteller
Analysten sehen gute Zeichen in den Intel-Zahlen

Der weltgrößte Chip-Hersteller Intel hat im ersten Quartal 2002 nur einen leichten Gewinnrückgang verzeichnet und damit nach Einschätzung von Analysten Hoffnungen geweckt, dass sich die Gewinnschwäche seinem Ende nähert.

Reuters SAN FRANCISCO. Im ersten Quartal habe der Netto-Gewinn vor Akquisitionskosten eine Milliarde Dollar oder 0,15 Dollar je Aktie betragen, verglichen mit 1,1 Milliarden Dollar oder 0,16 Dollar je Aktie im Vorjahr, teilte der Hersteller von Computer-Prozessoren am Dienstag nach US-Börsenschluss mit. Von Thomson Financial/First Call befragte Analysten hatten im Mittel den Gewinn je Aktie mit 0,15 Dollar erwartet.

Der Umsatz stieg den Angaben nach auf 6,8 Milliarden Dollar nach 6,68 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal. Dies sei der erste Umsatzanstieg seit fünf Quartalen gewesen, hieß es. Für das zweite Quartal prognostizierte Intel eine Umsatzspannbreite von 6,4 Milliarden bis 7,0 Milliarden Dollar. Für Analysten bestätigten die Unternehmenszahlen weitgehend die Erwartungen. Sie zeigten sich teilweise sogar überrascht über die Umsatzerwartung. Deren Mittelwert weise auf einen zum ersten Quartal unveränderten Umsatz hin. "Das zweite Quartal ist ein saisonales Tief für das PC-Geschäft. Somit weist ein im zweiten Quartal (zum ersten Quartal) unveränderter Umsatz auf eine Wachstumerwartung hin", sagte Analyst Dan Scovel von Needham & Co. Analysten sagten für das zweite Quartal im Schnitt einen Gewinn je Aktie von 15 Cents und einen Umsatz von 6,67 Milliarden Dollar voraus.

Als gutes Zeichen sahen Experten zudem den Anstieg der durchschnittlichen Verkaufspreise der Intel-Chips. Für diese Entwicklung seien die Umsätze mit den teureren Pentium-4-Prozessoren verantwortlich. Insgesamt stieg der Quartalsumsatz im Jahresvergleich im abgelaufenen Vierteljahr zum ersten Mal in fünf Quartalen wieder.

Intel-Finanzchef Andy Bryant zeigte sich im Reuters-Interview zurückhaltend zur weiteren Entwicklung. "Im Bezug auf makroökonomische Trends haben wir noch keine Zeichen einer Erholung gesehen", sagte er. Der Umsatz mit Prozessoren für Server-Computer sei aber wieder sehr stark gewesen, in Stückzahlen sogar auf Rekordhöhe. "Wir werden in der zweiten Jahreshälfte ein Anziehen (des Gesamtgeschäfts) sehen", fügte er hinzu. Dies würde dem üblichen saisonalen Verlauf des Chip-Geschäfts entsprechen, bei dem das zweite Halbjahr typischerweise mehr Umsatz bringt als das erste.

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