Umsatzsteigerungen erwartet
Sondereffekte belasten Hochtief-Quartalsausweis

Sondereffekte haben bei Deutschlands größtem Baukonzern Hochtief im ersten Quartal 2003 zu einem Rückgang von Umsatz und Gewinn vor Steuern sowie unter dem Strich einem Nettoverlust geführt.

HB/Reuters DÜSSELDORF/ESSEN. Das Ergebnis vor Steuern sei auf 30,448 (55,582) Mill. ? zurückgegangen, teilte Hochtief am Dienstag mit. Der Außenumsatz verringerte sich auf 2,656 (3,027) Mrd. ?. Wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung hätten Währungseffekte gehabt. So stelle sich beispielsweise die weiterhin erfreuliche Entwicklung des Amerika-Geschäfts infolge des schwachen US-Dollar als ein Gewinnrückgang auf 14 Mill. ? von 26 Mill. ? im Vorjahr dar. In Amerika und im Asien-Pazifik-Geschäft habe man währungsbedingt einen Umsatzrückgang um 400 Mill. ? zu verzeichnen gehabt. Das Auslandsgeschäft ist der Gewinnmotor für Hochtief. Im vergangenen Jahr erbrachte der Konzern 84% seiner Bauleistung im Ausland.

Der Nettoquartalsverlust von 16,140 Mill. ? nach einem Gewinn von 74,6 Mill. ? im Vorjahresquartal resultiere ausschließlich aus der Risikovorsorge für den eigenen Wertpapierbestand, hieß es weiter.

Für das Gesamtjahr stellte Hochtief aber Steigerungen bei Umsatz und Auftragseingang im oberen einstelligen Prozentbereich in Aussicht. Das Nettoergebnis dürfte ebenfalls über dem des Vorjahres liegen. Voraussetzung für diese Prognose sei aber, dass aus der Entwicklung der Finanzmärkte und den Währungsrelationen keine außergewöhnlichen Belastungen auf Hochtief zukämen.

Konzernchef Hans-Peter Keitel hatte auf der Bilanzpressekonferenz im April für das laufende Geschäftsjahr ein prozentual zweistelliges Wachstum des Nettoergebnisses voraus gesagt. Im bislang defizitären Inlandsgeschäft habe man mindestens ein ausgeglichenes Ergebnis im Visier. Die im MDax notierten Hochtief-Aktien weiteten nach Bekanntgabe der Zahlen ihren Kursverlust auf 3,7% bei 14,05 ? aus.

Hochtief gehört mehrheitlich zum Energiekonzern RWE. Zusammen mit der Heidelberger Druckmaschinen AG steht der Baukonzern auf der Verkaufsliste der Muttergesellschaft. Der neue RWE-Chef Harry Roels hatte im März aber erklärt, wegen der derzeit schlechten Marktverfassung stehe ein Verkauf auf absehbare Zeit nicht an.

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