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Umsatzsteuer

BFH-Urteilvom 04.09.2003 00:00:00 - V R 34/99



Bundesfinanzhof
Umsatzsteuer


UStG 1991 § 2, § 4 Nr. 8 Buchst. c, § 15 Abs. 1 und Abs. 2 ; Richtlinie 77/388/EWG Art. 2, Art. 4, Art. 13 Teil B Buchst. d Nr. 3

Beim sog. echten Factoring, bei dem der Factor Forderungen eines Unternehmers (des sog. Anschlusskunden) ankauft, ohne gegen diesen bei Ausfall von Schuldnern ein Rückgriffsrecht zu haben, liegen umsatzsteuerrechtlich keine Umsätze des Anschlusskunden an den Factor, sondern Umsätze des Factors an den Anschlusskunden vor (Änderung der Rechtsprechung).

Kauft ein Factor Forderungen unter Übernahme des Ausfallrisikos auf und berechnet er seinem Kunden dafür Gebühren, liegt eine Einziehung von Forderungen i. S. des § 4 Nr. 8 Buchst. c UStG 1991 vor. Die Einziehung der Forderungen ist steuerpflichtig und führt nicht zum Ausschluss des Vorsteuerabzugs.

BFH-Urteil vom 04.09.2003 - V R 34/99



(DATEV LEXinform-Nr. 0816223) Hinweis: Hier handelt es sich um die Nachfolgeentscheidung zum Urteil des EuGH vom 26. 6. 2003 Rs. C-305/01, MKG-Kraftfahrzeuge GmbH-Factoring





Quelle: DER BETRIEB, 05.11.2003

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